Zitronenmelisse: Kleine Warenkunde

Zitronenmelisse ist verwandt mit der Minze und enthält neben der erfrischenden eine zitronige Note. Alles Wissenswerte zur Zitronenmelisse finden Sie hier.

Herkunft und Sorten

Zitronenmelisse: Kleine Warenkunde
Frische Zitronenmelisse

Das Küchenkraut hat seinen Namen aufgrund seines intensiven Zitronenduftes. Zitronenmelisse, auch als Zitronenkraut bekannt, ist eine Verwandte der Minze. Ihre Heimat liegt im Vorderen Orient und sie lässt sich heute vor allem in Deutschland, Italien und den Balkanländern anbauen. Ihre Erntezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Nach der Ernte können die Blätter getrocknet und luftdicht aufbewahrt werden. Getrocknet bekommen Sie sie auch in Kräuterläden. Am besten schmeckt die Zitronenmelisse aber, wenn Sie sie kurz vor dem Einsatz in der Küche ernten und dann frisch zu den Gerichten geben.

Frische Triebe passen gut zu Salat, Quark, Fisch, Geflügel und Wild. Das getrocknete Kraut lässt sich für Arznei- und Haustee, Salben und Kräuterweine verwenden. Zitronenmelissentee soll eine entspannende Wirkung haben. Der Honig der Zitronenmelisse fand lange Zeit als Zuckerersatz Verwendung.

Verwendung

Zitronenmelisse: Kleine Warenkunde
Grüne Creme

Die Blätter der Zitronenmelisse sind eine feinfruchtige Zutat in Frucht- oder Gemüsesalaten und Getränken. Außerdem eignen sie sich pur oder kandiert als Garnierung. Trotz ihres Namens enthält die Zitronenmelisse keine Säure und verträgt sich daher - als geschmackliche Verstärkung - mit allen Speisen, die mit Zitronensaft gesäuert sind. Der angenehm würzige und aromatische Geschmack eignet sich außerdem zum Würzen von verschiedenen Fleischgerichten und klassischerweise für nordeuropäische Aalgerichte. Die zitronige Geschmacksnote passt hervorragend zu Füllungen, Marinaden und Chutneys. Auch ein Pesto mit einem Hauch von Zitronenmelisse ist sehr lecker. Sommerlich erfrischend ist ein Eistee aus Zitronenmelisse. Nicht zuletzt spielt das Kraut eine wesentliche Rolle in den Edellikören Bénédictine und Chartreuse.

Kochen Sie Zitronenmelisse nicht mit, da sonst viel von ihrem Aroma verloren geht. Am besten ernten Sie die frischen Blätter kurz vor der Zubereitung, da diese schnell braun werden. Sie können die Blätter hacken und roh für Salate oder zum Aromatisieren von Mayonnaise, hellem Fleisch und in weißen Saucen für Fischgerichte verwenden. Besonders leckere Kombinationen beim Einmachen sind Zitronenmelisse mit Erdbeeren, Himbeeren oder Aprikosen. Zitronenmelisse soll übrigens bei nervösen Magen- und Darmbeschwerden helfen.