Zwieback: Infos und Rezepte

Zwieback: das traditionsreiche Dauergebäck ist vielen aus der Kindheit bekannt und erfreut sich nicht unbedingt großer Beliebtheit. Zu Unrecht, wie wir finden. Deshalb stellen wir Ihnen Zwieback hier einmal genauer vor und zeigen Ihnen in unseren Rezepten, dass das knusprige Brot mehr ist als Schonkost.

Zwieback: Herstellung

Zwieback
Zwieback

Der Name lässt es erahnen: Zwieback ist ein zweimal gebackenes Brot. Der so genannte Einback, die Vorstufe zum Zwieback, wird aus Magermilch, Hefe, Eigelb, Zucker und Mehl hergestellt.

Um die typische Form zu erhalten, wird Zwieback zunächst gehen gelassen und anschließend ausgerollt, um dann erneut zu einer Rolle geformt zu werden. Für einen Leib Zwieback werden dann mehrere Rollen zusammengefügt. Im Backofen wird aus dem Teig dann zunächst Einback.

Bevor daraus Zwieback hergestellt werden kann, muss das Brot ein bis zwei Tage ruhen. Dann hat es eine ideale Schnittfestigkeit erlangt. Einzelne Scheiben werden dann noch einmal geröstet. So ensteht der Zwieback mit seinem unverwechselbarem Geschmack.

Zwieback zeichnet sich außerdem dadurch aus, das es sehr trocken und knusprig ist. Durch den Herstellungsprozess hat das fertige Produkt nur noch eine Restfeuchtigkeit von drei bis fünf Prozent und eine feinporige Konsistenz.

Zwieback: Brot mit Tradition

Bereits die alten Römer und Griechen schätzten Zwieback wegen seiner langen Haltbarkeit von bis zu einem Jahr. Außerdem ist Zwieback besonders leicht und daher eine optimale Marschverpflegung. Vor dem Verzehr wurde es wegen seiner trockenen Beschaffenheit allerdings oft in Flüssigkeit getaucht.

Später dann wurde Zwieback aus den gleichen Gründen berühmt als Schiffsbrot und Soldatenverpflegung.

Rezepte mit Zwieback

Zwieback wird häufig für die Herstellung von Süßspeisen und Kuchen verwendet. Kosten Sie zum Beispiel Zwieback Trifle, Mango-Käsekuchen oder eines unserer anderen leckeren Rezepte mit Zwieback.

Zwieback: Kindheitserinnerungen

Viele von uns verbinden mit Zwieback nicht unbedingt positive Erinnerungen. Das liegt wohl daran, dass es uns in der Kindheit oftmals als Krankenverpflegung bei Magenproblemen gereicht wurde. Mit diesem Image behaftet, bleibt er von vielen im Erwachsenenalter verschmät.

Doch Zwieback hat eine zweite Chance verdient. Inzwischen gibt es viele neue Sorten, die nicht allzu sehr an den trockenen Zwieback von damals erinnern. Es gibt ihn heute auch mit Schokoladenüberzug, Kokosflocken oder Anis.

Aber auch der ganz gewöhnliche Zwieback kann durchaus schmackhaft zubereitet werden. Mit flüssiger Butter vermengt eignet er sich zum Beispiel prima zur Herstellung von Tortenböden und auch Desserts schmecken gut mit Zwieback. Bestrichen mit etwas Marmelade oder Konfitüre schmeckt das knusprige Brot auch zum Frühstück. In einigen Ländern wird Zwieback auch herzhaft belegt. In Stücke gebrochen oder in Brösel gerieben kann er auf Salaten und in Suppen herkömmliche Croûtons ersetzen.