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Asiatische Nudeln


Eine dampfende würzig-cremige Ramen-Nudelsuppe oder ein herzhaftes Wok-Gericht mit Mie-Nudeln - in Asien gehören Nudeln seit alters her auf den Speiseplan. Besonders beliebt sind sie für Suppen, Pfannengerichten oder im Salat. Bereiten Sie Asianudeln mit unseren Rezepten selbst zuhause zu und lassen Sie es sich schmecken!

Inhaltsverzeichnis

Die schnellen Nudeln Asiens

Die meisten asiatische Nudeln lassen sich schnell und einfach zubereiten: ein paar Minuten in heißem Wasser oder in Brühe eingeweicht, müssen sie nicht gekocht werden. So sind Wok-Gerichte, Suppen oder auch Salate schnell zubereitet. Auf asiatischen Märkten werden Mie-, Ramen, Soba- oder Glasnudeln beispielsweise auf einer heißen Platte mit viel Gemüse und Ei zu einem schmackhaften Gericht gebraten.

Auf asiatischen Märkten werden gern verschiedene Nudelsorten auf einer heißen Platte mit Gemüse zu einem schnellen Geric
Auf asiatischen Märkten werden gern verschiedene Nudelsorten auf einer heißen Platte mit Gemüse zu einem schnellen Geric
© bernd.neeser

Grundzutaten von asiatischen Nudeln

Die asiatischen Nudeln unterscheiden sich gegenüber den europäischen Hartweizennudeln vor allem in der Grundzutat: Sie werden nicht nur aus Weizen, sondern auch aus Reismehl, Mungobohnenstärke oder Algenarten produziert. Durch diese Zutaten erhalten asiatische Nudeln eine andere Konsistenz als europäische und nehmen Aromen ganz besonders gut auf. Daher ist es wichtig, wie die einzelnen Nudelsorten kombiniert werden. Udon-Nudeln passen beispielsweise sehr gut in Suppen mit einer würzigen Sojasaucenkomponente, Mie-Nudeln sind sehr beliebt in Kombination mit Schweinefleisch, Glasnudeln eignen sich mit einer kräftigen Vinaigrette für Salat.

Wie ihre europäischen Verwandten werden auch asiatische Nudeln zur Haltbarmachung getrocknet und sind dadurch lange lagerfähig. Frische asiatische Nudeln sind hingegen nur ein bis zwei Tage haltbar und sollten deshalb schnell verbraucht werden.

Asiatische Nudeln: Sorten und Verwendung

Reisnudeln

Reisnudeln
Reisnudeln
© little blue hen

Reisnudeln werden aus Reismehl hergestellt und sind in Asien neben Reis ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Ursprünglich stammen Reisnudeln aus China und sind inzwischen auf dem ganzen Kontinent verbreitet. In Thailand wird damit beispielsweise das Pad Thai, ein schnelles Gericht mit Hühnchen, Tofu, Ei, Sojasprossen, Lauchzwiebeln und Würzsaucen, zubereitet. In Vietnam werden die Reisnudeln in die beliebte Suppe Pho Bo gegeben, die neben Reisbandnudeln aus Rinderbrühe und –fleisch, reichlich Gewürzen (u.a. Chili, Ingwer, Zitronengras und Zimt) und Kräutern (vor allem Koriander) besteht.

Glasnudeln

Glasnudeln
Glasnudeln
© Yojik

Reis- und Glasnudeln gibt es in unzähligen Formen - mal sind es dünne Fäden, mal sind die Nudeln besonders breit. Die bekanntesten Glasnudeln sind fadenartig und zu Bündel gebunden. Mit heißem Wasser übergossen werden Glasnudeln fast durchsichtig und können mit frischen Zutaten und Würzsaucen zu einem schmackhaften Glasnudelsalat zubereitet werden. Hergestellt werden Glasnudeln aus Mungobohnenstärke und Wasser. Sie sind neutral im Geschmack und nehmen aufgrund ihrer Quelleigenschaften fremde Aromen besonders gut auf. Glasnudeln eignen sich übrigens auch hervorragend als Füllung von Frühlings- oder Sommerrollen, als Einlage in Suppen, als Zutat in Wokgerichten oder frittiert zur Dekoration von Speisen.

Ramen-Nudeln

Ramen-Nudeln sind in der japanischen Esskultur sehr beliebt und werden in Ramen-Bars als Suppe angeboten. Gute Ramen-Bars stellen die Ramen-Nudeln täglich frisch aus einem Teig mit Weizenmehl, Eiern, Wasser und Salz her. In Deutschland sind Ramen meist als getrocknete Ware oder Instant-Produkt erhältlich, dann enthalten sie keine Eier.

Ramen-Nudeln schmecken frisch hergestellt besonders gut
Ramen-Nudeln schmecken frisch hergestellt besonders gut
© Tomophafan

Verwendet werden Rahmen-Nudeln hauptsächlich für Suppen. Sie gehören in der japanische Esskultur zu den wichtigsten Produkten und werden in sogenannten Ramen-Bars gereicht. Alleine in Tokio gibt es mehr als 5000 Ramen-Restaurants. Neben ihrer klassischen Zubereitung als Suppe werden sie auch gern als Pfannengericht oder Beigabe zu Burgern angeboten. Kulinarisch sind Ramen-Nudeln eng mit der chinesischen Mie-Nudel verwandt, weisen aber einen kräftigeren Gelbton auf.

Mie-Nudeln

Mie-Nudeln sind für Wok-Gerichte und Nudelsuppen geeignet
Mie-Nudeln sind für Wok-Gerichte und Nudelsuppen geeignet
© Silvia Bogdanski

Mie-Nudeln werden mit Weizenmehl, Eiern, Wasser und Salz zubereitet und in Form von Blöcken oder Nestern getrocknet. Die chinesischen Eiernudeln sind weltweit als Instant-Produkt erhältlich und werden gerne als Suppeneinlage oder für Pfannengerichte genutzt.

Soba-Nudeln

Soba-Nudeln können im Sommer kalt und mit Sojasauce serviert werden
Soba-Nudeln können im Sommer kalt und mit Sojasauce serviert werden
© Shou

Soba-Nudeln stammen aus Japan und werden aus Buchweizenmehl, Weizenmehl und Wasser hergestellt und haben einen nussigen Geschmack. Je höher ihr Buchweizenanteil ist, desto würziger schmecken sie. Manche Soba-Nudeln enthalten zusätzlich Algen und bekommen dadurch einen grünen Farbton. Verwendet werden Soba-Nudeln auch als Beilage oder Einlage in einer heißen Brühe. Im Sommer werden sie am liebsten gekühlt mit einem Dip aus Dashi (japanischer Fischfond) und Sojasauce serviert.

Sōmen-Nudeln

Somen-Nudeln werden in Japan gern kalt in einem erfrischenden Salat mit Gurke, Schinken und Algen gereicht
Somen-Nudeln werden in Japan gern kalt in einem erfrischenden Salat mit Gurke, Schinken und Algen gereicht
© itay uri

Die langen, runden Sōmen-Nudeln werden meist aus Weizenmehl, gelegentlich aus Buchweizenmehl, hergestellt. Sie haben ein leicht süßliches Aroma und sind besonders beliebt für erfrischende Sommersalate.

Udon-Nudeln

Die cremeweißen Udon-Nudeln haben einen recht dicken Durchmesser und eine elastische Konsistenz. Sie werden aus Weizenmehl, Salz und Wasser zubereitet und stammen ursprünglich aus China. Heute werden sie vorwiegend in Japan und Korea verwendet. Besonders als Einlage in Suppen sind Udon-Nudeln beliebt. Aber probieren Sie auch mal ein Wok-Gericht damit aus. Wichtig ist, dass sie vor der Weiterverarbeitung nicht zu weich gegart werden.

Udon-Nudeln
Udon-Nudeln
© D. Pimborough