Berliner backen: Rezepte und Tipps


Krapfen oder Berliner – wie auch immer sie bei Ihnen heißen, hier kommen die besten, die Sie je probiert haben. Sowas von locker! Inklusive Schritt für Schritt-Anleitung zum Berliner backen.

Inhaltsverzeichnis

Die besten Rezepte für Berliner

Berliner backen: So geht's

Hier erfahren Sie, wie Berliner Schritt für Schritt gelingen. Hier geht es zum Rezept für Berliner in Druckansicht.

Butter und Zucker in der Küchenmaschine cremig rühren
Butter und Zucker in der Küchenmaschine cremig rühren
© Ali Salehi Yavani

Schritt 1: Zucker und Butter verrühren

Für den Teig die Hefe zerkrümeln, mit 100 ml Milch und 10 g Zucker verrühren. Mit 2 El Mehl bestäuben und abgedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen lassen.

Inzwischen Butter, restlichen Zucker, 1⁄2 Tl Salz und Zitronenschale 5 Minuten cremig rühren. Ei und Eigelbe einzeln je 30 Sekunden sorgfältig unterrühren.

Für einen Hefeteig eher ungewöhnlich: Butter und Zucker werden erst cremig gerührt, das macht die Berliner locker.

Mehl unter die Butter-Zucker-Masse heben
Mehl unter die Butter-Zucker-Masse heben
© Ali Salehi Yavani

Schritt 2: Mehl unterheben

Mit dem Knethaken geht es weiter, denn jetzt werden die restliche Milch, Hefemischung, Zitronensaft und das restliche Mehl untergearbeitet.

So muss ein Hefeteig aussehen: glänzend und geschmeidig
So muss ein Hefeteig aussehen: glänzend und geschmeidig
© Ali Salehi Yavani

Schritt 3: Teig kneten

Die Zutaten mit den Knethaken der Küchenmaschine 3 Minuten kneten.

Tipp: Kneten Sie den Teig, bis er sich als glänzender Kloß vom Schüsselrand löst. Dann ist der Teig perfekt für Berliner.

Ganz ruhig: Hefeteig am besten in einer Metallschüssel gehen lassen
Ganz ruhig: Hefeteig am besten in einer Metallschüssel gehen lassen
© Ali Salehi Yavani

Schritt 4: Teig gehen lassen

Teig abgedeckt an einem warmen Ort 1:30 Stunden gehen lassen.

Tipp: Zum Gehen Teig in eine Metallschale geben, in ein lauwarmes Wasserbad stellen, abdecken. So bekommt er keinen Zug.

Eine Rolle aus dem Hefeteig formen
Eine Rolle aus dem Hefeteig formen
© Ali Salehi Yavani

Schritt 5: Teig zur Rolle formen

Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche nochmals gut durchkneten. Zu einer Rolle von 32 cm Länge formen.

Hefeteigrolle für die Berliner in gleichmäßige Scheiben schneiden
Hefeteigrolle für die Berliner in gleichmäßige Scheiben schneiden
© Ali Salehi Yavani

Schritt 6: Rolle in Scheiben schneiden

Teigrolle in 16 gleich große Scheiben schneiden.

Tipp: Am besten mit dem Messerrücken vorher einkerben, dabei in der Mitte beginnen.

Die Teigstücke werden zu Kugeln geformt
Die Teigstücke werden zu Kugeln geformt
© Ali Salehi Yavani

Schritt 7: Teigkugeln rollen

Scheiben auf der Arbeitsfläche zu runden Kugeln formen ("abschleifen"). Dafür die Kugeln mit leicht gewölbter Handfläche über die Arbeitsfläche rollen.

Tipp: Auf der Fläche darf nicht zu viel Mehl sein, sonst rutscht die Kugel weg, anstatt sich zusammenzuziehen. Die Kugeloberfläche sollte ganz glatt sein.

Die Teigkugeln auf einem Holzbrett unter Klarsichtfolie gehen lassen
Die Teigkugeln auf einem Holzbrett unter Klarsichtfolie gehen lassen
© Ali Salehi Yavani

Schritt 8: Teigkugeln gehen lassen

Kugeln mit Abstand auf ein bemehltes Brett setzen. Mit Klarsichtfolie bedeckt 30 Minuten gehen lassen. Folie entfernen, weitere 30 Minuten gehen lassen, sodass eine Haut auf der Teigoberfläche entsteht.

Die entstehende "Haut" stabilisiert und bildet die Kruste beim Frittieren.

Berliner in Fritteuse goldbraun frittieren
Berliner in Fritteuse goldbraun frittieren
© Ali Salehi Yavani

Schritt 9: Frittieren

Öl in einer Fritteuse (oder einem großen Topf mit Thermometer) auf 170 Grad erhitzen. Je 3 bis 4 Berliner mit der Oberseite nach unten vorsichtig in das Fett gleiten lassen. Zugedeckt ca. 3 Minuten frittieren, mit einer Schaumkelle wenden und offen weitere 3 Minuten frittieren. Mit der Schaumkelle herausheben und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Berliner auf der Haut und zugedeckt frittieren, dann wenden und offen ausbacken. So entsteht der helle Gürtel.

Berliner mithilfe eines Einwegspritzbeutels mit Hagebuttenmark füllen
Berliner mithilfe eines Einwegspritzbeutels mit Hagebuttenmark füllen
© Ali Salehi Yavani

Schritt 10: Berliner füllen

Hagebuttenmark in einen Einwegspritzbeutel mit Berliner-Tülle füllen. Tülle von der Seite in die noch lauwarmen Berliner stecken und das Mark in die Mitte spritzen.

Tipp: So viel Füllung hineinspritzen, bis sie zurückstaut.

Berliner mit Puderzucker bestäuben
Berliner mit Puderzucker bestäuben
© Ali Salehi Yavani

Schritt 11: Puderzucker

Puderzucker lässt die Berliner strahlen: noch lauwarm nebeneinandersetzen und dick mit dem Zucker übersieben.

Köchin Anne Haupt mit Tablett voller Berliner
Köchin Anne Haupt mit Tablett voller Berliner
© Ali Salehi Yavani

Schritt 12: Schnell zugreifen

Köchin Anne Haupt mit ihren frisch gebackenen und gefüllten Prachtstücken - kurz nach der Aufnahme war das Tablett leer.

Hier geht es zum Rezept für Berliner mit Druckansicht!

Video-Rezept: Marzipankrapfen

Sehen Sie in diesem Video, wie Marzipankrapfen gemacht werden. Hier gelangen Sie zum Rezept für Marzipankrapfen mit Druckansicht.

Wer hat Berliner erfunden?

In vielen Regionen ist das Gebäck besonders an Karneval bzw. zur Fastnacht und an Silvester beliebt – dabei schmecken sie doch eigentlich immer. Berliner kommen ursprünglich wahrscheinlich aus Berlin. Ein Berliner Bäcker kreierte das Gebäck. Allerdings werden Berliner dort Pfannkuchen genannt.

Wie nennt man Berliner noch?

Berliner, (Faschings-)Krapfen, Kreppel und Pfannkuchen egal welchen Namen man dem süßen Teilchen gibt, er schmeckt einfach unglaublich lecker! Das luftig-leichte Gebäckstück wird aus einem Hefeteig hergestellt und in Fett ausgebacken. Mit Füllungen, die von Himbeermarmelade über Hagebuttenmark bis zu Vanille- oder Schokocreme reichen, sind sie bei jung und alt beliebt.

Werden Berliner frittiert?

Ja, Berliner werden frittiert. Nur so erhalten Sie die beliebte Konsistenz.

  • Als Fett eignen sich alle neutralen Öle wie Sonnenblumen- und Maiskeimöl, aber auch Erdnussöl.
  • Die richtige Temperatur ist beim Frittieren von Berlinern besonders wichtig: Bei 170 Grad bildet sich rasch eine Kruste, die das Fett nicht eindringen lässt. Liegt die Temperatur darunter, saugt sich das Hefegebäck voll damit. Ist sie zu hoch, werden die Berliner braun, und es bildet sich das schädliche Acrylamid. Wer keine Fritteuse mit Temperaturanzeige hat, sollte mit einem Thermometer arbeiten.
  • Sie können das Frittieröl zweimal verwenden, aber nur für Süßes. Dann das Öl vorher am besten durch einen Papierfilter gießen.
  • Gebrauchtes Frittieröl abkühlen lassen, zurück in die Flasche füllen, verschließen und mit dem Hausmüll entsorgen. Auf keinen Fall in den Abfluss gießen!
  • Wer einen Garten oder Balkon mit Stromanschluss hat, kann auch draußen frittieren. So bleibt die Wohnung geruchsfrei - aber geben Sie Ihren Nachbarn unbedingt einen Berliner ab.