Welches Fleisch eignet sich für Hackbraten und wie wird er schön saftig?

  • Verwenden Sie nur Hack, das Sie am selben Tag durch den Fleischwolf gedreht, gekauft oder aus dem Tiefkühler genommen haben. Aufgrund der Struktur ist Hackfleisch besonders anfällig für Bakterien.
  • Am besten eignet sich eine Mischung aus Rind und Schwein, z. B. Rinderschulter und Schweinenacken oder -bauch. Das Verhältnis sollte immer 1:1 sein. Der höhere Fettanteil des Schweinefleischs macht den Braten saftiger, das Rindfleisch sorgt für intensiven Geschmack und mehr Biss.
  • Besonders saftig wird Hackbraten durch das Einwickeln in Speck oder durch das Bestreichen mit flüssiger Butter: Das Fett schützt margeres Fleisch vor dem Austrocknen.
  • Eingeweichte, gut ausgedrückte Brötchen und Eier machen die Masse schön locker, Semmelbrösel etwas fester.

So würzen Sie Hackbraten richtig:

  • Zwiebeln gehören zum Hackbraten dazu: ob roh oder gedünstet ist Geschmackssache. Wer es besonders würzig mag, fügt noch Knoblauch hinzu.
  • Senf, Petersilie, Salz, Pfeffer und etwas Muskat geben eine tolle Grundwürze. Chili- oder Paprikapulver verleihen dem Braten noch etwas Wumms.
  • Pinienkerne, Paprika, Kapern, Oliven oder getrocknete Tomaten sorgen für Biss und eine mediterrane Note.
  • Mit Thymian und Pilzen wird der Braten wunderbar herbstlich.
  • Curry, Zimt oder Kreuzkümmel sorgen für einen orientalischen Dreh.

Hackbraten im Ofen

  • Bestreuen Sie den Hackbraten mit etwas Paniermehl, bevor er in den Ofen kommt. So erhält er eine leichte Kruste.
  • Hackbraten können Sie nach Lust und Laune mit zahlreichen Zutaten füllen. Wickeln Sie ihn nach dem Füllen nicht zu straff und setzen Sie ihn mit der Naht nach unten aufs Blech – sonst platzt er beim Garen auf.
  • Ob Sie ihn auf einem tiefen Backblech oder in einer Kastenform garen, ist Geschmackssache. Das Füllen des Hackbratens geht mithilfe einer Form etwas leichter von der Hand.

Clevere Küchentipps:

  • Hackbraten schmeckt auch am nächsten Tag wunderbar! Probieren Sie ihn zum Beispiel kalt zu Salat und Brot.
  • Sie haben zu viel zubereitet? Hackbraten lässt sich problemlos einfrieren. In Scheiben geschnitten können Sie ihn super portionsweise auftauen.
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Was ist falscher Hase?

Viele Rezepte mit Hackfleisch sind eigentlich aus der Not heraus entstanden: Fleischabschnitte konnten weiterverarbeitet und das knappe Fleisch mit Brot und Eiern noch gestreckt werden. So ist auch der "Falsche Hase" entstanden: Kaninchen- und Hasenfleisch waren früher nicht für jeden erschwinglich. Um dennoch den traditionellen Sonntagsbraten auf den Tisch zu bringen, formte man billigeres Fleisch als Hack wie einen Braten. Eine Füllung aus hart gekochten Eiern streckte den Braten zusätzlich.

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