Bulgur: Rezepte und Tipps


Bulgur ist Weizenschrot und besonders in der orientalischen Küche beliebt. Lesen Sie hier alles Wissenswerte und wie Sie ihn in der Küche verwenden können.

Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes zu Bulgur

Bulgur: geschroteter Weizen
Bulgur: geschroteter Weizen

Neben Reis und Nudeln bildet Bulgur in orientalischen Ländern ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Und auch bei uns sind Gerichte mit dem Schrot aus Weizen beliebt. Der Begriff Bulgur kommt aus dem Arabischen und bedeutet übersetzt gekocht.

In der Regel wird Bulgur aus Hartweizen gewonnen. Dieser wird zunächst eingeweicht, anschließend vorgekocht oder mit Dampf gegart. Nach dem Trocknen wird der Weizenschrot in unterschiedliche Feinheitsgrade von fein bis grob gebrochen. Teilweise wird der Bulgur auch noch mit Natron gebleicht, um ihm eine besonders helle Färbung zu verleihen.

Im Handel können Sie den Weizengrieß in Tüten abgepackt kaufen. Sind diese einmal angebrochen, sollten Sie Bulgur am besten in eine gut verschließbare, lichtundurchlässige Dose umpacken.

Unterschied zwischen Bulgur, Couscous und Hirse

Auch Couscous stammt aus dem Orient, ähnelt im Aussehen und Geschmack dem Bulgur und ist ebenfalls ein Getreide. Allerdings ist Couscous vorgegarter Grieß aus Hartweizen oder Hafer. Der gemahlene Grieß wird mit Wasser angefeuchtet und zu kleinen Kügelchen gerollt. Im Anschluss wird er gekocht und getrocknet. Im Gegensatz zu Bulgur enthält Couscous mehr Wasser und etwas weniger Nährstoffe.

Hirse ist ebenfalls ein Getreide, zählt jedoch zu den Süßgrasgewächsen und ist damit im Gegensatz zu Bulgur und Couscous glutenfrei. Die Hirsekörner können ohne Vorbehandlung wie beim Bulgur oder Couscous in der Küche nach dem Kochen in den unterschiedlichsten Gerichten verwendet werden.

Zubereitung von Bulgur

Vor der Zubereitung sollte Bulgur gewaschen werden. Dazu den Bulgur in einem feinen Sieb so lange waschen, bis das Wasser klar ist.

Weil Bulgur bereits vorgegart ist, ist seine Zubereitung schnell und einfach. In der Regel muss er lediglich in heißem Wasser oder Brühe quellen, bevor er nach etwa zwanzig Minuten zum Verzehr geeignet ist. Sie können Bulgur auch über Nacht in kaltem Wasser quellen lassen. Der Vorgang dauert dann etwa acht bis zwölf Stunden. Beachten Sie, dass der Weizenschrot beim Quellen um das Zwei- bis Dreifache sein Volumen vergrößert. Für zwei Portionen reichen in der Regel sechs Esslöffel des getrockneten Produkts aus. Sie brauchen zur Zubereitung von Bulgur in der Regel mindestens die doppelte Menge an Wasser. Achten Sie auf die Hinweise auf der Verpackung.

Wie gesund ist Bulgur?

Weil Bulgur-Körner schonend geschrotet werden, weisen sie einen besonders guten Nährstoffgehalt auf: Bulgur ist reich an B-Vitaminen, Vitamin E, Phosphor, Magnesium und Calcium. Zudem enthält der Weizenschrot Stärke und Ballaststoffe, die für den Sättigungseffekt sorgen. Durch das enthaltene Gluten ist er für Zöliakie-Betroffene nicht geeignet.

Nährwertangaben von Bulgur pro 100 g (vor dem Quellen)

Energie

339 kcal

Eiweiß

8,4 g

Fett

1,0 g

Kohlenhydrate

69,4 g

Ballaststoffe

9,4 g

Hinweis: Nach dem Quellen enthält Bulgur noch etwa 110 Kalorien pro 100 g.

Verwendung in der Küche

Bulgur kann wie Reis in der Küche verwendet und gewürzt werden und schmeckt gut zu Gemüse, Fleisch und Fisch. In Suppen kann Bulgur eingestreut werden. Beliebt ist auch Bulgursalat (Kisir) oder auch als Taboulé bezeichnet, der aus der türkischen Küche kommt. Probieren Sie auch unsere Süßspeisen mit Bulgur!

Leckere Bulgur-Rezepte

Salate mit Bulgur

Bulgur macht sich prima in Salaten. Besonders berühmt ist der Weizenschrot als Taboulé (Tabouleh). Es handelt sich dabei um einen traditionellen Salat der orientalischen Küche, der mit Petersilie, Olivenöl und Zitrone angemacht wird. Er eignet sich als Vorspeise sowie als vegetarisches Hauptgericht oder als würzige Beilage für Fleisch oder Fisch. Die türkische Variante nennt sich übrigens Kisir.

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