Ceviche


Ceviche ist ein traditionelles Fischgericht aus Südamerika. Der rohe Fisch wird dafür in einem Sud mit Limettensaft gegart. Wie das geht und was die Leche de Tigre ("Tigermilch") damit zu tun hat, erfahren Sie hier.

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Ceviche Rezepte

Was ist Ceviche?

Für Ceviche (auch Seviche oder Cebiche) wird meist ein weißfleischiger Fisch (z. B. Steinbutt) verwendet, doch auch Lachs oder Thunfisch eignen sich für dieses Gericht. Der Fisch wird in dünne Scheiben geschnitten oder gewürfelt und anschließend für ungefähr 15 Minuten in einem Sud aus Limettensaft, Salz, Chili und roten Zwiebeln mariniert. Als Würze kommen wahlweise Knoblauch, Koriander oder andere Kräuter hinzu. Durch die Säure des Limettensafts denaturiert das Eiweiß und gart ähnlich wie beim Kochen, allerdings wird der Fisch dabei nicht erhitzt. Der Fisch in der Ceviche ist also nicht komplett roh, sondern leicht gegart.
Der Fisch für Ceviche sollte so frisch wie möglich sein. Am besten greifen Sie zu Produkten in Sushi-Qualität. Als Beilage werden häufig Maiskolben, Avocado oder Süßkartoffeln gereicht.

Ceviche und die Leche de Tigre

Der Fisch gart traditionell in einem Sud aus Limettensaft, Salz, Chili und Zwiebeln. Die dabei entstehende milchige Flüssigkeit ist die Leche de Tigre – die Tigermilch. Da sie beim Marinieren die Aromen der Zutaten aufnimmt, ist sie sehr schmackhaft und kann als Suppe serviert oder als besonders intensive Basis für eine neue Ceviche verwendet werden.

Aus welchem Land stammt Ceviche?

Lachs Ceviche auf Toast
Lachs Ceviche auf Toast
© Wolfgang Kowall

Es wird davon ausgegangen, dass Ceviche ursprünglich aus Peru stammt und sich dann in ganz Südamerika ausgebreitet hat. Andere glauben, dass spanische Seefahrer das Gericht mit nach Südamerika brachten, da es ein einfacher Weg war, Fisch auf langen Seereisen zuzubereiten. Dies hieße allerdings, dass Ceviche ein Gericht europäischen Ursprungs ist, dass man in seiner Heimat vergessen hat. Doch egal wo Ceviche ursprünglich enstand, es wird auch bei uns (wieder) beliebter.