Sommer im Kasten: Blumenkästen richtig bepflanzen

Hübsch bepflanzte Blumenkästen setzen Ihren Lieblingsplatz auf Balkon und Terrasse so richtig in Szene. Und Ihre Hauswand wird zum Blütenmeer. Hier erfahren Sie, worauf beim Bepflanzen und Pflegen zu achten ist.
In diesem Artikel
Der richtige Pflanzkasten
Schritt für Schritt zum Blumenglück
Welche Pflanze liebt welchen Platz?
Gute Pflege - üppige Pracht

Der richtige Pflanzkasten

Blumenkästen bepflanzen

Die Freiluftsaison ist eröffnet! Balkon und Terrasse lechzen nach frischem Grün und leuchtenden Blüten. Damit der Platz zur Wohlfühloase wird, ist neben der Auswahl der Pflanzen auch die der Gefäße ausschlaggebend. Farbe, Form, Funktion und das Material der Pflanzgefäße spielen eine wichtige Rolle. Ob zum Hängen oder Stellen, Wasserabzugslöcher im Boden sind ein Muss und vermeiden Staunässe. Gefäße mit eingebautem Wasserspeicher bringen zudem Zeitersparnis beim Gießen, denn die Pflanzen ziehen nach zwei- bis dreiwöchiger Anwachsphase das Wasser über Ansaugkegel selbstständig aus dem Speicher. Erst nach mehreren Tagen muss dieser wieder nachgefüllt werden. Achten Sie beim Kauf auch auf sichere Befestigungen für Balkongeländer und Fensterbrett.

Anbieter für Pflanzkästen:

www.ehlo.com (Pinker Blumenkasten und bunte Blumenkästen)
www.garten-und-freizeit.de (Weißer Blumenkasten)
www.bauhaus.info (Terrakotta-Blumenkästen)
www.frank-flechtwaren.de (Korb-Blumenkasten)
www.gruenbedarf.de (Blumenkasten mit Wasserspeicher von Techno)
 
Blumen Dahlmann GmbH & Co. KG
Osttor 250
48165 Münster-Hiltrup
Tel. 02501 3755

Blumenkasten

Blumenkästen aus Kunststoff
In allen Formen, Oberflächenstrukturen und Farben kommen Gefäße aus Kunststoff und Fiberglas (glasfaserummantelter Kunststoff) daher: in Schwarz, Grau oder Weiß passen sie sich zurückhaltend der Umgebung an. Knallig, pastellig oder gar bunt bedruckt unterstützen sie die Leuchtkraft der Blumen oder setzen sich schlicht bepflanzt selbst in Szene. Die Leichtgewichte sind besonders rückenschonend und eignen sich gut für Fensterbänke oder zur Aufhängung an Balkongeländern. Gefäße mit 2 Pflanzkammern lassen sich einfach über das Balkongeländer stülpen und benötigen keine separate Aufhängung. Im Gegensatz zu Holz und Keramik nehmen Kunststoffgefäße kein Wasser auf und die Erde bleibt länger feucht. Sind die vorgeprägten Wasserabzugslöcher noch verschlossen, müssen sie vor dem Erstgebrauch der Kästen aufgebohrt werden.

Blumenkästen aus Keramik/Beton
Sie sind besonders robust und ihr hohes Eigengewicht verleiht ihnen eine gute Standfestigkeit, wenn die Stellfläche nicht zu klein ist. Denn dann kippen sie leicht und können auch zerbrechen. Für das Balkongeländer sind sie eher zu schwer. Glasuren verhindern, dass die Keramik die Feuchtigkeit aus der Erde zieht und sich mit der Zeit auf der Außenseite krustenförmige Ränder bilden. Unglasierte Gefäße trocknen die Erde schneller aus. Fragen Sie beim Kauf, ob die Gefäße frostfest sind, denn dann können die Schwergewichte auch draußen überwintern.

Blumenkasten aus Holz und Korb
Holzgefäße wirken besonders natürlich, benötigen jedoch einen zusätzlichen Einsatz aus Kunststoff, damit das Material nicht ständig mit der feuchten Erde in Kontakt kommt und auf Dauer morsch wird. Alternativ kann man sie auch mit wasserundurchlässiger Folie auskleiden.
Auch hier sind Wasserabzugslöcher immer erforderlich. Akazien- und Teakholz sind besonders witterungsbeständig, andere Holzgefäße sollten mit einem speziellen Holzschutz behandelt werden. Korbgefäße besitzen ähnliche Eigenschaften, sind jedoch weniger lange haltbar.

Schritt für Schritt zum Blumenglück

Material zum Bepflanzen von Blumenkästen

Material:

  • Blumenkasten ca. 58 x 30 x 24 cm
  • Blähton oder Hydrosteine
  • wasserdurchlässiges Vlies
  • Blumenerde

Pflanzen:

  • 1 Schwarzäugige Susanne
  • 1 Elfenspiegel
  • 2 Wandelröschen
  • 1 Studentenblume
  • 1 Goldmarie
  • 1 Geranie

Schritt 1

Blumenkasten bepflanzen

Das Pflanzgefäß etwa 4 cm hoch mit Hydrosteinen oder Blähton füllen. Die Drainageschicht verhindert Staunässe.

Schritt 2

Blumenkasten bepflanzen

Ein oder zwei Streifen wasserdurchlässiges Vlies in Topfgröße zuschneiden und die Drainageschicht abdecken, damit sie sich nicht mit der Blumenerde vermischt.

Schritt 3

Blumenerde in Blumenkasten füllen

Die Blumenerde füllt man locker bis etwa 5 cm unterhalb des Randes ein. Er lässt noch Platz für die Erdballen und verhindert, dass die Erde beim Gießen über den Rand schwemmt.

Schritt 4

Blumenkasten bepflanzen

Den Plastiktopf vom Erdballen lösen. Mit der Hand ein passendes Loch aus der Erde ausheben und den Erdballen hineinstecken. Die Erde andrücken.

Schritt 5

Blumenkasten bepflanzen

Nach und nach alle weiteren Blumen ebenso einpflanzen, die Erde rundherum gut andrücken und eventuell noch etwas Erde nachfüllen.

Schritt 6

Blumen gießen

Zum Schluss die Blumen gründlich angießen, dabei die Pflanzen mit der Hand etwas zur Seite drücken, damit Blüten und Blätter nicht nass werden. Das geht am besten ohne einen Brauseaufsatz.

Blumenkasten auf dem Balkon

Der Balkonkasten ist so bepflanzt, dass er sowohl vom Balkon aus wie auch von der Straße hübsch aussieht. Einfach über das Geländer gestülpt, geben 2 gleiche Schenkel dem Pflanzkasten den perfekten Halt.

Welche Pflanze liebt welchen Platz?

Blumen im Blumenkasten

Leuchtender Schattenplatz
Hier wachsende Pflanzen mögen keine pralle Sonne und bringen trotzdem eine reiche Blütenfülle. Begonien, Fleißige Lieschen und Fuchsien, ob stehend oder hängend wachsend, frischen mit ihrer reichhaltigen Farbpalette schattige Plätze auf. Glücksklee und Bundnessel, mit ihren auffallenden Blättern, runden die Auswahl ab.

Blumen gießen

Unsere Schattenlieblinge in 2 Blumenkästen, 6 Wochen nach der Bepflanzung (v. links): Begonie, Hortensie, Fleißiges Lieschen, Fuchsie, Begonie, Klee, Elfenspiegel, Buntnessel, Fleißiges Lieschen und Begonie.

Blumenkasten

Sonnige Südlage
Farbenfrohe Lichtanbeter rekeln sich der Sonne entgegen und kommen gut mit Hitze und Trockenheit aus. Petunien, Verbenen, Surfinien, Kapmargeriten, Schmuckkörbchen, Männertreu, Zauberglöckchen und die kleinen Studentenblumen sind nur einige der passenden Dauerbüher. Geranien, Strauchmargeriten und Mädchenauge trotzen zudem dem Wind. Lavendel bietet auch nach der Blüte noch einen hübschen Blattschmuck.

Blumenkasten

Unsere Sonnenanbeter 6 Wochen nach der Bepflanzung (v. links): hängende Petunie, Lavendel, Geranie, Elfensporn, Geranie, australisches Gänseblümchen, Verbene, Mandevilla und Petunie.

Blumen auf dem Balkon

Hell oder halbschattig
Auf der West- und Ostterrasse gedeihen Pflanzen, die gerne mit der Morgen- oder Abendsonne im Einklang leben und mit weniger Licht und Wärme auskommen. Vanilleblumen, Elfenspiegel, Schwarzäugige Susanne, Goldmarie bieten sich hier an. Auch Verbenen, Geranien, Lobelien und Petunien sind geeignet.

So wird's richtig schön:
Vollsonnig, hell, halbschattig oder schattig – wählen Sie robuste und pflegeleichte Sorten, die den Standort- und Witterungsbedingungen entsprechen und von Natur aus eine lange Blütezeit haben. Lassen Sie sich von Ihrem Gärtner beraten. Ob Ton in Ton oder im fröhlichen Farbmix: Das ist ganz Ihrem Geschmack überlassen.

Gute Pflege - üppige Pracht

  • Anzucht: Viele Sommerblumen lassen sich gut aussähen. Anfang März ist der optimale Zeitpunkt. So sind die Pflanzen Mitte Mai kräftig genug, um in die Kästen gepflanzt zu werden. Verwenden Sie Anzuchterde. Sie ist nährstoffarm und die Keimlinge schießen nicht direkt in die Höhe.
  • Pflanzzeit: Warten Sie mit der Bepflanzung, bis die Eisheiligen (11. bis 15. Mai) vorüber sind. Nachtfröste können bis dahin der empfindlichen Blumenpracht schaden. Falls Sie nicht bis Mitte Mai warten können, decken Sie die Pflanzen bei angekündigtem Frost ab.
  • Reinigung: Reinigen Sie Kästen und Töpfe mit klarem Wasser und einer Wurzelbürste. Auf Rückstände von Reinigungsmitteln reagieren junge Pflanzen sehr empfindlich.
  • Blumenerde: Eine gute Blumenerde ist strukturstabil und auch nach längerer Zeit noch locker und luftig. Meistens ist sie vorgedüngt, speichert Wasser und Nährstoffe und gibt sie je nach Bedarf an die Pflanzen ab. Nach vier bis sechs Wochen muss nachgedüngt werden.
  • Anordnung: Kleine und hängende Pflanzen werden nach vorne beziehungsweise an den Rand gepflanzt. Große Blumen kommen nach hinten oder in die Mitte. Ausschlaggebend dafür ist die Endgröße der Pflanzen.
  • Gießen: Pflanzen benötigen je nach Sorte, Standort und Gefäß mal mehr und mal weniger Wasser. Gießen sie regelmäßig, am besten am frühen Morgen oder späten Abend, damit das Wasser nicht so schnell verdunstet. Die meisten Blumen mögen es nicht, wenn Sie das Wasser direkt über die Blüten und Blätter gießen. Eine Fingerprobe zeigt, ob die Erde noch feucht genug ist.
  • Rückschnitt: Kneift oder schneidet man verwelkte Blüten regelmäßig aus, fördert das bei den meisten Pflanzen eine reiche Neublüte.
  • Düngen: Depot- oder Langzeitdünger für Beet- und Balkonblumen können in Form von Granulat, Kegeln oder Stäbchen zur Erde zugegeben werden. Sie wirken bis zu drei Monate. Flüssigdünger gibt man nach Herstellerangaben wöchentlich ins Gießwasser.
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