Erbsen: Rezepte und Tipps


Erbsen können viel mehr als auf dem klassischen Drei-Komponenten-Teller neben Fleisch und Kartoffelpürree zu liegen (obwohl das natürlich auch sehr lecker sein kann). Wenn Sie die süßen Hülsenfrüchte richtig verarbeiten, schmecken Sie leicht knackig und wunderbar süß und können die Hauptrolle in wunderbaren Gerichten übernehmen.

Inhaltsverzeichnis

Sorten, Merkmale und Herkunft

Erbsen gelten als sommerliche Beilagen
Erbsen gelten als sommerliche Beilagen
© Matthias Haupt

Erbsen, auch Gartenerbsen oder Speiseerbsen genannt, gehören zu den ältesten Nutzpflanzen der Welt. Ursprünglich stammen die kleinen Hülsenfrüchte aus Kleinasien. Heute sind sie auf der ganzen Welt beliebt und werden als wertvoller Proteinspender geschätzt.

Obwohl es von den Schmetterlingsblütlern insgesamt über 80 Sorten gibt, sind bei uns nur drei von ihnen relevant.

Markerbse: hat ein leicht eckiges Aussehen. Wird meist konserviert: hellere Exemplare als Nasskonserven dienen, dunklere Sorten werden gefrostet.

Pal- oder Schalerbsen: sind mehlig im Geschmack und haben runde glatte Samen. Sie werden relativ jung geerntet und als Trockenspeiseerbsen verwendet.

Zuckererbsen: schmecken süßer als die anderen Sorten und können durch ihre frühe Ernte und die dadurch kaum ausgereiften Samen mitsamt ihrer Hülse verzehrt werden. Bei den anderen Sorten werden nur die darin liegenden Kerne gegessen.

Meist sind die Hülsen von Erbsengrün. Es gibt sie jedoch auch in blauer, gelber, bräunlicher oder gar schwarzerFärbung. In ihnen liegen geschützt vier bis zehn Samen.

Speiseerbsen werden heute weltweit kultiviert. Deutschlands Hauptanbaugebiet ist Sachsen-Anhalt. Die Saison der heimischen Pflanzen reicht von Anfang Juni bis Ende September.

Erbsen richtig verarbeiten

Erbsen nach dem Auslösen fertig für die Zubereitung
Erbsen nach dem Auslösen fertig für die Zubereitung
© colourbox.de

Frische Erbsen bedeuten einiges an Zeitaufwand, denn es dauert etwas, bis Sie die kleinen Kügelchen aus ihren Hülsen befreit haben. Aber ihr frischer Geschmack belohnt die Arbeit! Sie können die Schoten einfach öffnen und die Samen heraus pulen. Diese müssen dann etwa 10 bis 15 Minuten in etwas Wasser garen.

Küchentipps für frische Erbsen:

• Etwas Zucker im Kochwasser hilft, das leuchtende grün zu erhalten.

• Bei ganz jungen Schoten können Sie sich das Pulen sparen. Beim Kochvorgang platzen sie aus ihren Hüllen heraus und schwimmen dann oben, so dass sie abgeschöpft werden können.

TK-Erbsen werden ebenfalls in Wasser gekocht. Verwenden Sie jedoch nicht zu viel Wasser. Bei gefrosteten Pfannengerichten zum Beispiel soll das Wasser während des Garens verdunsten. Sie können Speiseerbsen auch selbst einfrieren. Dafür müssen Sie sie nur kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und in einem geeigneten Gefäß verpacken. So halten sich die Hülsenfrüchte etwa 12 Monate. Konserven-Erbsen sind in der Regel vorgegart. Es reicht also aus, sie kurz zu erwärmen.

Zuckerschoten müssen nicht ausgepult werden. Entfernen Sie einfach den Stielansatz und evtl. vorhandene Fäden. Danach können Sie sie roh oder kurz blanchiert genießen.

Rezepte mit Erbsen

Hier finden Sie unsere besten Rezepte mit Erbsen, von Pasta über Eintöpfe und Snacks bis hin zu Köstlichkeiten mit Fisch oder Geflügel.

Einkaufstipps für Erbsen

Erbsen frisch vom Markt
Erbsen frisch vom Markt
© SummerTomato

• Die Hülse von Palerbsen sollte glänzen, die inneren Erbsen-Samen nicht zu erkennen sein.

• Ein gelblich verfärbter Blütenansatz deutet auf mangelnde Frische hin.

• Markerbsen sollten knackig grün sein. Wenn sie schon weißlich-gelbe Flecken auf der Oberfläche haben, sollten Sie sie liegen lassen.Bedenken Sie, dass die Hülsen bei diesen Erbsensorten nicht gegessen werden. Es entsteht also noch einiges an Abfall. Für 300g Erbsen sollten Sie etwa 1kg Schoten einkaufen.

• Anders verhält es sich natürlich bei Zuckererbsen. Sie können im Ganzen verzehrt werden. Je kleiner die Hülsen, desto zarter die Erbsen.

• Bereits haltbar gemachte Erbsen sind als Konserven oder tiefgekühlt erhältlich. Die tiefgekühlten empfehlen sich mehr für den Kauf, da sie frisch schockgefrostet wurden, wodurch sie ihre leuchtende Farbe und mehr der wertvollen Nährstoffe behalten.

Erbsen richtig lagern

• Alle frischen Erbsensorten können Sie einige Tage in ein feuchtes Tuch gewickelt oder in einem Frischhaltebeutel im Kühlschrank aufbewahren. Lassen Sie aber die Kerne noch in ihren Hülsen. So verderben sie nicht so schnell.

• Haben Sie bereits ausgelöste frische Erbsen gekauft, können Sie diese für eibe längere Lagerung auch einfrieren. Dafür müssen Sie sie nur kurz blanchieren, in Eiswasser abschrecken und in einem passenden Gefäß verpacken. So halten sich die Hülsenfrüchte etwa 12 Monate.

So gesund sind Erbsen

Speiseerbsen sind nicht nur lecker, sondern auch richtig gesund! Grüne, unreife Samen enthalten Proteine, sehr wenig Fett und Kohlenhydrate. Mit zunehmendem Reifegrad steigt der Anteil aller Komponenten stark an. Gerade für alle, die auf Fleisch verzichten möchten sind Hülsenfrüchte also eine mögliche Eiweißquelle. Die Ballaststoffe in Erbsen sorgen für ein ausreichendes Sättigungsgefühl. Außerdem stecken in Erbsen wichtige essentielle Aminosäuren und wertvolle Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen und Zink.

Wissenswertes

Zuckerschoten sind ganz besonders feine Erbsen, und Kichererbsen sind in der köstlichen orientalischen Küche sehr beliebt. Erfahren Sie was beide besonders macht und probieren Sie unsere besten Rezepte!


Archiv