Grünkohl: Rezepte und Infos


Grünkohl ist ein typisches Wintergemüse und vor allem in Norddeutschland sehr beliebt. Auch in den USA und Australien ist "kale" längst Kult. Hier finden Sie leckere Grünkohl-Rezepte, nützliche Tipps und Wissenswertes.

Inhaltsverzeichnis

Leckere Grünkohl-Rezepte

Vegetarische Rezepte mit Grünkohl

Es muss nicht immer Fleisch sein: Vegetarische Grünkohlrezepte sind ebenso vielfältig und vor allem lecker.

Suppen und Eintöpfe mit Grünkohl

Gerade in der kalten Jahreszeit wärmen sie uns besonders: Suppen und Eintöpfe sind bei nass-kaltem Wetter eine echte Wohltat. In diesen Rezepten ist Grünkohl der Hauptdarsteller.

Grünkohl aus dem Ofen

Grünkohl muss nicht immer aus dem Topf kommen. Leckere Ofengerichte sind genau das Richtige für gemütliche Abende – ob mit zart schmelzendem Käse oder einem knusprigen Boden.

Pasta mit Grünkohl

Ob asiatisch oder italienisch: Auch in Pasta-Gerichten ist Grünkohl etwas Besonderes. Hier finden Sie tolle Rezepte und Zutaten, die Ihrer Pasta neuen Schwung geben.

Grünkohl mit Fisch

Schon mal Grünkohl mit Fisch kombiniert? Diese köstliche Kombination sollten Sie unbedingt ausprobieren.

Grünkohl mit Fleisch

Grützwurst, Mettwurst und Kasseler stehen Grünkohl besonders gut. Aber auch eine deftig-würzige Chorizo oder eine feine Entenbrust gesellen sich gerne zum krausen Kohl.

Wie bereitet man Grünkohl zu?

Vor dem Kochen müssen die Blätter zunächst verlesen werden. Dazu die Blätter von den Blattgerippen zupfen und gründlich waschen. Danach die Blätter mit einem Messer zerkleinern. Je nach Rezept beträgt die Kochzeit für klassischen Grünkohl circa 90 Minuten und wird zusammen mit Speck oder anderen Zutaten gekocht. Grünkohl schmeckt aber auch gedünstet, was nur circa 15 Minuten dauert oder sogar roh im Smoothie. Je nach Rezept wird meist etwa 1 Kilo Grünkohl für vier Personen gerechnet.

Tipp: Blanchieren Sie Grünkohl vor dem Schmoren! Das macht ihn zarter. Nehmen Sie am besten einen großen Topf – der Kohl fällt beim Kochen noch stark zusammen.

Wie Grünkohl würzen?
Grünkohl wird besonders lecker, wenn er gemeinsam mit Zwiebeln angedünstet wird. Je nach Rezept können Sie Speck oder Räuchertofu mitanbraten – so wird der Grünkohl schön herzhaft. Salz, Pfeffer oder Gemüsebrühe runden das Ganze ab, Kümmel macht den Kohl bekömmlicher. Wenn Sie ihn etwas andicken möchten, fügen Sie noch ein paar Haferflocken hinzu.

Was passt zu Grünkohl?
Vor allem in Norddeutschland ist Grünkohl sehr beliebt: Dort wird das Gemüse meist deftig mit Pinkel (Grützwurst), Mettenden oder Kasseler und karamellisierten Kartoffeln serviert. Aber auch Grünkohlsuppen, Aufläufe oder Pastagerichte mit Grünkohl stehen mittlerweile hoch im Kurs. Gut dazu passt ein kräftiges Bier wie Schwarzbier.

Wegen seiner charakteristischen Blätter wird Grünkohl auch Krauskohl genannt
Wegen seiner charakteristischen Blätter wird Grünkohl auch Krauskohl genannt
© Elena Shashkina

Warum ist Grünkohl so gesund?

Kultustatus hat kale bzw. curly kale (engl. für Grünkohl) nun auch in den USA und Australien erreicht: nicht als deftiges Wintergericht, sondern als Superfood, das uns mit reichlichlich Vitamin C, A, K vielen wertvollen Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Kalzium und Eisen versorgt und außerdem jede Menge Ballaststoffe enthält! Grünkohl liefert zudem hochwertiges Eiweiß und ist so auch bei Vegetarieren und Veganern allseits beliebt. Und das Beste: Mit ca. 40 kcal pro 100 g ist Grünkohl besonders kalorienarm.

Grünkohl enthält außerdem sekundäre Pflanzenstoffe. Dazu zählen Flavonoide, Senfölglykoside, auch Glucosinolate genannt und Carotinoide. In diesem Bereich wird derzeit noch geforscht, denn die sekundären Pflanzenstoffe sollen bei zahlreichen Erkrankungen, wie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen.

Wegen seiner wertvollen Inhaltsstoffe verzehren die Amerikaner und Australier kale das gesamte Jahr über, am liebsten roh in Smoothies oder Salaten. Besonders beliebt sind die knusprigen kale chips, die als gesunde Alternative zu Kartoffelchips gereicht werden.

Grünkohl kaufen und lagern

Grünkohl gibt es im Supermarkt oder auf dem Markt zu kaufen. Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Blätter einen satten Grünton haben und knackig sind. Meiden Sie Grünkohl mit welken und trockenen Spitzen, die sich bereits gelb verfärbt haben.

Im Kühlschrank hält sich der frische Kohl etwa fünf Tage. Wenn der Kohl bereits gekocht wurde, können Sie ihn am nächsten Tag nochmal aufwärmen. Durch das sich bildene Nitrit sollte der aufgewärmte Kohl jedoch nur von Erwachsenen und nicht von Kindern verzehrt werden.

Wie Grünkohl einfrieren?
Möchten Sie die krausen Blätter lieber einfrieren, sollten Sie ihn vorher blanchieren: Waschen Sie den Kohl gründlich und streifen Sie die Blätter von den dicken Stielen ab. Anschließend blanchieren Sie ihn einige Minuten in kochendem Salzwasser und schrecken ihn danach kalt ab. Ist er abgekühlt, können Sie ihn luftdicht verpacken und einfrieren.

Wissenswertes zu Grünkohl

Der Krauskohl wurde schon seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. in Griechenland und später in Italien angebaut. In Deutschland wächst Grünkohl erst seit dem 16. Jahrhundert. Grünkohl gehört zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae) und wird in Deutschland den gesamten Winter über geerntet, weshalb er auch als Winterkohl bekannt ist. Je nach Region sind außerdem die Namen Braunkohl oder Krauskohl zu finden.

Während der Grünkohlsaison von November bis Februar sind in vielen norddeutschen Regionen Grünkohlfahrten und Kohlkönigwahlen Tradition. Der Verzehr des meist geschmorten Grünkohls ist vielerorts ein echtes gesellschaftliches Ereignis und wird regelmäßig zelebriert.

Warum Grünkohl bei Frost ernten?
In Deutschland ist es üblich, den Grünkohl erst bei niedrigen Temperaturen zu ernten, da dann der Zuckeranteil ausreichend hoch ist und die Bitterstoffe entsprechend gering. Dadurch schmeckt er milder und erhält die für Grünkohl charakteristische süßliche Note. Geerntet und verzehrt werden nur die Blätter. Die Wurzeln werden jedoch mit entfernt, damit sich keine Krankheiten bilden.

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