Haferflocken: gesund, lecker, vielseitig


Haferflocken sind gesund und reich an Nährstoffen. Die leckeren Getreideflocken passen zum Frühstück, schmecken aber auch in herzhaften Gerichten, Kuchen oder Smoothies hervorragend. Finden Sie hier alle wichtigen Infos zu Haferflocken sowie tolle Rezepte.

Inhaltsverzeichnis

Warum sind Haferflocken so gesund?

Haferflocken zum Frühstück
Haferflocken schmecken auch toll zum Frühstück, z.B. mit Milch und Früchten.
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Haferflocken sind wahre Alleskönner: Sie sind gesund, enthalten viele ungesättigte Fettsäuren und komplexe Kohlenhydrate, Ballaststoffe, Vitamine und sind glutenarm. Außerdem schmecken sie köstlich als Frühstück, in Haferflockenkeksen, Drinks oder auch in herzhaften Speisen.

Die Getreideflocken werden aus dem vollen Haferkorn hergestellt. Die Haferkörner werden entspelzt, geschält, gedörrt und schließlich zu Flocken gewalzt. Daher werden Haferflocken auch zu den Vollkornprodukten gezählt.
Da das ganze Korn verarbeitet wird und nur die nichtessbaren Bestandteile entfernt werden, sind in Haferflocken noch besonders viele Nährstoffe enthalten. Die enthaltenen langkettigen Kohlenhydrate und Ballaststoffe halten lange satt, da sie vom Körper langsamer verdaut werden. Außerdem wirken Ballaststoffe positiv auf den Verdauungsprozess ein.

Besonders hervorzuheben ist derInhaltsstoff Beta-Glucan: Der Ballaststoff schützt die Darmschleimhaut und sorgt für einen längeren Nährstoffabbau im Dünndarm, der sich positiv auf den Blutzucker- und Cholesterinspiegel sowie die Sättigung auswirken kann.

Haferflocken: was ist drin?

Nährstoffe in 100 g zarten Haferflocken:

Kalorien

354 kcal

Kohlenhydrate

58 g

Ballasstoffe

5,4 g

Eiweiß

12 g

Fett

8 g

Kalium

320 mg

Phosphor

350 mg

Magnesium

135 mg

Kalzium

65 mg

Folsäure

87 µg

Vitamin E

1,5 mg

Vitamin B1

0, 65 mg

Vitamin B2

0,15 mg

Vitamin B6

0,17 mg

Hafer ist nicht gänzlich glutenfrei, hat aber im Vergleich zu Weizen und anderen Getreiden einen geringeren Anteil des Klebereiweißes. Bei Menschen mit Zöliakie können Haferflocken nur begrenzt verwendet werden. Achten Sie beim Kauf auf den Hinweis auf der Verpackung.

Abnehmen mit Haferflocken

Durch den hohen Ballaststoffanteil und die komplexen Kohlenhydrate bleiben wir lange satt und es folgen weniger Heißhungerattaken. Auf Grund dieser guten Eigenschaften eignen sich Haferflocken auch gut zum Abnehmen. Außerdem wird der Körper mit wichtigen Vitaminen und Magnesium versorgt. Allerdings sollten Haferflocken nur in Maßen genossen werden, da sie mit 354 Kalorien auf 100 Gramm reichhaltig sind.

Rezepte mit Haferflocken

Unsere 10 besten Rezepte mit Haferflocken

Haferflocken zum Frühstück: Unsere besten Rezepte

Besonders gerne werden Haferflocken zum Frühstück gegessen, denn die enthaltenen Kohlenhydrate halten lange satt und die gesunden Flocken aus Getreide können vielseitig eingesetzt werden. Probieren Sie doch mal ein klassisches Birchermüsli, einen Smoothie mit Haferflocken, praktische Overnight Oats oder ein selbstgemachtes Granola.

Video-Rezept für Apfelmus-Müsli mit Haferflocken

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Klassiker aus Haferflocken: Porridge

Poriddge aus Haferflocken und Milch in einer blauen Schüssel
Ein gesundes und bekömmliches Frühstück: Porridge
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Besonders gerne werden Haferflocken als Porridge zubereitet, bei uns auch besser bekannt als Haferbrei. Der beliebte Frühstücksbrei stammt aus Großbritannien und wird dort schon sehr lange und gerne zubereitet und gegessen.

Porridge, oder auch in den USA bekannt als Oatmeal, wird aus nur drei Zutaten hergestellt:

  • Haferflocken, zarte oder grobe
  • Wasser, Milch oder Pflanzendrink
  • eine Prise Salz

Für eine Portion rechnet man etwa 40 g Haferflocken und 200 ml Flüssigkeit (Wasser, Milch oder Pflanzendrink). Alle Zutaten in einen Topf geben, verrühren, aufkochen lassen und so lange köcheln, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist.

Haferbrei lässt sich auch toll variieren und verfeinern: Mit Gewürzen wie Zimt oder Vanille bekommt er ein feines Aroma. Mit einem Schuss Sahne oder einigen Butterflöcken wird der Getreidebrei noch reichhaltiger.

Vor dem Verzehr kann der Brei mit frischen Früchten, Nüssen, getrocknetem Obst, verschiedenen Sirups, Honig oder Zimt und Zucker angerichtet werden.

Hafer: Warenkunde

Hafer wächst in gemäßigtem Klima mir hohen Niederschlägen.
Hafer wächst in gemäßigtem Klima mir hohen Niederschlägen.
© Andrea DG

Hafer unterscheidet sich optisch von anderen Getreidesorten wie Weizen oder Gerste: Denn er gehört zu der Familie der Süßgräser. Da er keine Ähren, sondern Rispen als Fruchtstand ausbildet, erinnert sein Aussehen auch eher an Gräser, als an Getreide. Die länglichen Körner sind beim Hafer von Spelzen fest umgeben. Diese müssen für den menschlichen Verzehr entfernt werden. Mehr wird beim Hafer aber nicht enfernt, der ürbigbleibende Haferkern wird nicht geschält.

Es gibt auch so genannten Nackthafer, der ohne Spelzen wächst. Er ist allerdings deutlich weniger ertragreich als Hafer mit Spelzen.

Aus Hafer lassen sich viele Produkte herstellen: Haferflocken, Hafermehl, Hafergrütze, Haferkleie sowie verschiedene Getränke, in einigen Ländern wird aus Hafer auch Whiskey hergestellt. Im Mittelalter wurde aus Hafer auch Bier gebraut.

Das Hafermehl eignet sich allein nicht zum Brotbacken. Es enthält nur sehr geringe Mengen von dem Klebereiweiß Gluten und muss deshalb mit anderen Mehlsorten wie Weizen gemischt werden.

Hafer wird auch gerne als Viehfutter eingesetzt. Er landet in den Trögen von Pferden, Geflügel und Rindern.

Wie werden Haferflocken gemacht?

Das beliebste Produkt aus Hafer sind Haferflocken. Sie werden aus dem vollen Haferkorn hergestellt.
Dazu wird der Rohhafer zunächst mehrere Stunden mit Wasserdampf bedampft, dann mit trockener Hitze behandelt (Darre). So bildet sich das typisch nussige Aroma der Haferflocken. Ebenfalls werden die Flocken durch die Behandlung haltbar gemacht.
Anschließend werden die gelockerten Spelzen von den Körnern entfernt.

Für zarte Haferflocken oder Kleinblatt-Flocken werden die Haferkörner zunächst zu Hafergrütze verarbeitet, d.h. sie werden mit dem Grützschneider fein geschnitten.

Anschließend werden die Körner mit einem Flockierstuhl unter großem Druck zwischen zwei Walzen zu Flocken platt gedrückt und erhalten so ihre typische Form. Für kernige oder Großblatt-Flocken wird das ganz Korn gepresst und vorher nicht geschnitten.

Das schmeckt auch lecker!