Gesunde Inhaltsstoffe Manuka Honig: Wirkung und Anwendung des edlen Honigs

Manuka Honig im Glas
Die positiven Inhaltsstoffe im Manuka Honig sorgen für seine gesunden Wirkungen.
© weyo / Adobestock
Im Durchschnitt ist Manuka Honig etwa viermal so teuer wie herkömmliche Honigsorten. Gründe hierfür ist seine Herkunft und die gesundheitlichen Vorteile, die er mit sich bringt. Wir erklären die Wirkung und Anwendung des Manuka Honigs.

Inhaltsverzeichnis

Raps-, Blüten- oder Waldhonig: Heimische Honigsorten gibt es zahlreiche und viele sind im Supermarkt oder Reformhaus erhältlich. Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien machen ihn in Maßen gegessen zu einem gesunden Lebensmittel. Doch es gibt eine Sorte, die immer beliebter wird und von weit herkommt: der Manuka Honig aus Neuseeland. Er unterscheidet sich zu den heimischen Honigsorten nicht nur im Preis, sondern auch in seiner Zusammensetzung und Wirkung auf die Gesundheit.

Was unterscheidet Manuka Honig und herkömmlichen Honig?

Während sich herkömmliche Honigsorten in ihrer Zusammensetzung nur wenig voneinander unterscheiden, sticht Manuka Honig bei einem Inhaltsstoff besonders hervor. Der Honig, der aus dem Blütennektar der Südseemyrte stammt, hat einen besonders hohen Gehalt an Methylglyoxal (MGO). Dabei handelt es sich um ein Zuckerabbauprodukt, welchem Forschende der TU Dresden eine antibakterielle Wirkung zugeordnet haben. Herkömmlicher Honig enthält nur ca. 1–5 mg MGO auf 1 kg Honig, während es bei Manuka Honig je nach Zusammensetzung 100–800 mg sind. 

Blühende Südseemyrte
Die Südseemyrte ist ein heimischer Baum Neuseelands. In seinen Blüten steckt der wertvolle Nektar für den Manuka Honig.
© Marie / Adobestock

Welche Wirkung hat Manuka Honig?

Wie alle Honigsorten enthält auch Manuka Honig Wasserstoffperoxid, welches antiseptisch wirkt. Außerdem ist beim Manuka Honig der hohe Gehalt an Methylglyoxal (MGO) entscheidend, um Bakterien zu bekämpfen und die Genesung zu fördern sowie die Gesundheit zu stärken. MGO wirkt antiseptisch, entzündungshemmend, antioxidativ und wundheilend.

Hier kommt Manuka Honig zum Einsatz:

  • Zur Heilung von Wundinfektionen durch z. B. Staphylokokken
  • Auch bei Schürfwunden, Neurodermitis oder Schuppenflechte 
  • Darmbeschwerden und Durchfall durch Kolibakterien
  • Erkältungsbeschwerden im Hals- und Rachenbereich
  • Entzündungen im Mund- und Rachenraum wie Aphten oder Lippenherpes

Um den Honig auf der Haut zu verwenden, sollten Sie einen medizinischen Honig aus der Apotheke verwenden. Bei der Herstellung werden Bakterien abgetötet und die Inhaltsstoffe bleiben erhalten. Besprechen Sie die Behandlung unbedingt auch mit Ihrem Arzt!

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Wie viel MGO sollte im Manuka Honig sein?

Damit Manuka Honig seine Wirkung entfalten kann, sollte auf seiner Verpackung mindestens 100 MGO+ angegeben sein. Den Honig gibt es mit verschiedenen Mengen MGO, wobei 100 mg die geringste Menge ist. Demnach gibt es Manuka Honig auch mit 400, 600 oder sogar 800 mg MGO. Dabei gilt, dass der Honig, der viel MGO besitzt, auch deutlich teurer ist.

Für wen ist Manuka Honig geeignet?

Manuka Honig eignet sich grundsätzlich für jeden, der gerne Honig mag. Es gibt jedoch auch Ausnahmen. Die nachfolgenden Personengruppen sollten Manuka Honig meiden:

  • Personen, die empfindlich auf Bestandteile von Honig reagieren bzw. allergisch sind.
  • Diabetiker und Diabetikerinnen sollten vorsichtig sein, da Honig den Blutzucker erhöht.
  • Honig ist nicht für Kinder unter 12 Monaten geeignet, da er Botulismus auslösen kann. Dabei gelangen Bakterien in den Darm und produzieren dort das Nervengift Neurotoxin, welches langfristig Schaden anrichten kann.
  • Personen mit Immunschwäche 

Manuka Honig: Verwendung, Lagerung und Haltbarkeit

Verwendung

Um Manuka Honig zu verwenden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Für eine gesundheitliche Wirkung werden 20 g Manuka Honig bzw. 1–3 Teelöffel am Tag empfohlen. Damit der Honig medizinisch wirken kann, sollten Sie mindestens 100 mg MGO pro Tag zu sich nehmen bzw. verwenden. Mit Manuka Honig ist der Wert deutlich leichter zu erreichen als mit herkömmlichen Honig.

  • Bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mund- und Rachenraum können Sie den Honig pur auf einem Löffel zu sich nehmen. Den Honig dafür langsam im Mund zergehen lassen und schlucken. Alternativ können Sie ihn auch mit warmem Wasser oder Tee mischen und anschließend trinken oder gurgeln.
  • Nutzen Sie medizinischen Honig zur Wundheilung, tragen Sie den Honig auf die saubere und desinfizierte Stelle auf. Anschließend sollte die Stelle mit einem trockenen Tuch abgedeckt werden. Für die Wundheilung gibt es mittlerweile auch Manuka-Honig-Pflaster. Deren Wirkung ist aber bisher nicht geklärt.
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Lagerung und Haltbarkeit

Damit Manuka Honig lange genießbar bleibt, sollten Sie ihn dunkel lagern. In den meisten Fällen ist der Honig schon in einer lichtgeschützten Verpackung. Ebenso verträgt der Honig weder Kälte noch Hitze, weshalb er am besten im dunklen Vorratsschrank bis maximal 25° C gelagert werden sollte. 
Obwohl Honig wie trockene Nudeln, Reis, Mehl und Zucker zu den Lebensmitteln gehört, die theoretisch unendlich haltbar sind, findet man auf der Verpackung ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Bis zu diesem Zeitpunkt garantiert der Hersteller, dass das Produkt ungeöffnet und bei durchgehend richtiger Lagerung seinen Geruch, Geschmack und Nährwert erhält. Honig ist aber auch nach Überschreitung des MHDs genießbar. Voraussetzung dafür ist, dass Sie stets sauberes Besteck verwenden und den Honig vor Feuchtigkeit schützen.

Wieso ist Manuka Honig so teuer?

Echter Manuka Honig hat einen Kilopreis von ca. 70–130 € und ist damit Spitzenreiter unter den Honigsorten. Der Preis ist so hoch, da der Honig nur von den Blüten der Südseemyrte (Leptosperum scoparium) stammt. Dieses Gewächs gibt es nur in Neuseeland und ist eine Variante des australischen Teebaums. Um sicher zu stellen, dass der Honig echter neuseeländischer Honig ist, sollte er ein Zertifikat mit der Aufschrift MGO oder UFM (Unique Manuka Factor) tragen. Da die Nachfrage nach Manuka Honig steigt, hat die TU Dresden ein Verfahren entwickelt, um den Honig auf Echtheit zu prüfen. Verantwortlich für den hohen Preis sind auch die kurze Sammel- und Erntezeit sowie das Angebot, welches geringer als die Nachfrage ist. Außerdem spielt der Gehalt an Methyglyoxal eine entscheidende Rolle.

Fazit: Lohnt sich Manuka Honig?

Obwohl Manuka Honig recht teuer ist, benötigen Sie bei Krankheitserscheinungen wie Hals- und Rachenschmerzen immer nur geringe Mengen. Da er auch über sein Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus genießbar ist, lohnt sich der Kauf eines Glases hochwertigen Honigs. Wenn Sie beim Kauf sicher gehen möchten, dass der Honig echt ist, schauen Sie, ob der Hersteller Mitglied im Branchenverband UMFHA ist. Beachten Sie beim Kauf jedoch, dass der Transportweg des Honigs deutlich länger ist als bei heimischen Honigsorten.

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