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Kanada kulinarisch


Mit dem Start der Olympischen Spiele rückt auch die Gastgebernation Kanada in den Blickpunkt. Kanada ist ein Schmelztiegel der Kulturen, was auch Genießer schnell feststellen. Spezialitäten der kanadischen Küche wie Bisonfleisch, Wildreis, Lachs oder Blueberries haben ihren Ursprung in der reichen Natur Kanadas.

Inhaltsverzeichnis

Internationale Küche

Chinatown
© Tourism BC/Dannielle Hayes, Canadian Tourism Commission, BeaverTails Canada Inc., NWTT/Terry Parker

Kanada ist ein Einwanderungsland, was die Küche des Landes stark beeinflusst hat. Während früher vor allem Menschen aus Europa nach Kanada kamen, immigrieren heute immer mehr Asiaten, Afrikaner und Lateinamerikaner. In Städten wie Vancouver, Montreal und Toronto kann man inzwischen alles essen, von Sushi über Sauerkraut bis zu äthiopischen Köstlichkeiten. Eine faszinierende Welt sind die chinesischen Viertel - Chinatowns genannt - in Vancouver und Toronto. Hier werden erstaunlich authentische chinesische Gerichte angeboten.

Québec: Poutine und Tourtière

In der Provinz Québec wird französisch gesprochen. Entsprechend sind die kulinarischen Vorlieben von der französischen Küche geprägt. Die bekanntesten Gerichte aus diesem Landesteil sind Poutine und Tourtière. Bei Poutine handelt es sich um Pommes Frites mit Käse (Cheddar oder Mozzarella) und Bratensauce. Beliebt sind auch Fleischkuchen, wie die Pâte chinois und die Tourtière. Für eine Pâte chinois wird gehacktes Rindfleisch mit Kartoffelpüree gratiniert. Tourtière ist ein Fleischkuchen aus Schweinehackfleisch, der mit Teig überbacken wird. Tourtière wird in Québec traditionell zu Weihnachten oder Neujahr gegessen.

Ahornsirup

Ahornsirup
© Tourism BC/Dannielle Hayes, Canadian Tourism Commission, BeaverTails Canada Inc., NWTT/Terry Parker

Ein kulinarischer Klassiker in Kanada ist der Ahornsirup (Maple Syrup). Das Blatt des Ahorns prangt sogar auf der Nationalflagge. Pfannkuchen mit Ahornsirup (Pfannkuchen mit Ahornsirup) werden in ganz Kanada gern zum Frühstück gegessen. Ahornsirup wird aber nicht nur über Pancakes gegossen, sondern auch für Kuchen (Maple Pie), Kekse, Bonbons und Marmelade verwendet. Kinder lieben “Maple Taffy“. Hierfür wird eine heiße Ahornsirup-Butter-Mischung auf Schnee gegossen und dann mit einem Stöckchen aufgerollt: fertig ist der Lutscher!

Süßes Gebäck

Beaver Tail
© Tourism BC/Dannielle Hayes, Canadian Tourism Commission, BeaverTails Canada Inc., NWTT/Terry Parker

Die Kanadier lieben es süß. Beliebt sind Pies wie Pumpkin Pie, Brown Sugar Pie oder Apple Pie (Kürbis-, Zucker- und Apfelkuchen). Eine Spezialität aus British Columbia ist die Nanaimo Bar. Der Boden besteht aus einem Boden aus Schokoladen-Brownies. Darauf kommt eine Schicht Vanillepudding, die mit einer Schicht dunklen Schokolade abgeschlossen wird. Den Kuchen aus den 50er Jahren wird in jeder kanadischen Bäckerei angeboten. Ein weiterer Hit für kanadische Naschkatzen ist der Bieberschwanz (Beaver Tail), ein süßes Gebäck in Form eines Bieberschwanzes. Belegt wird der “Teig-Schwanz“ mit Schokokeksen, Äpfeln, Vanillecreme oder einfach nur mit Zimt und Zucker bestreut.

Kanadisches Wild

Bison
© Tourism BC/Dannielle Hayes, Canadian Tourism Commission, BeaverTails Canada Inc., NWTT/Terry Parker

Außer den “üblichen“ Wildarten werden in Kanada auch Karibu, Bison und Elch gegessen. Aus Wildfleisch werden die verschiedensten Gerichte zubereitet, so wird Bison nicht nur als Steak oder Filet angeboten, sondern kommt auch als Spaghetti Bolognese auf den Teller. Zudem werden Elch-Burger und Eintöpfe mit Elchfleisch mancherorts zubereitet. Die Tiere stammen übrigens nicht aus der Wildnis sondern werden extra zu diesen Zweck gezüchtet. Wildtiere dürfen nur von eingetragenen Jägern oder Ureinwohnern gejagt und verzehrt werden. Vorsicht ist bei ausgefallenen Fleischsorten wie Bieber oder Bär geboten. Diese werden in abgelegenen Orten gelegentlich angeboten, können aber Krankheitserreger enthalten.