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Beschichtete Pfannen: Tipps zur Verwendung und Pflege

Beschichtete Pfanne in der Küche
© nadianb/Adobestock
Ob Teflon, Keramik oder Emaille: Beschichtete Pfannen sind in der Küche unverzichtbar. Wir erklären, welche dieser Pfannen antihaftbeschichtet sind und wofür sich welches Material eignet, ob PTFE gesundheitsschädlich ist und wie Sie Ihre Pfanne richtig pflegen. 

Inhaltsverzeichnis

Bratpfannen unterscheiden sich vor allem in ihrer Beschichtung: Einige Materialien wie Teflon oder Keramik sorgen für eine Antihaftwirkung, während eine Emaillebeschichtung das darunterliegende Eisen schützt. Bei einer unbeschichteten Pfanne, z. B. bei Gusseisen, muss hingegen die Antihaftbeschichtung erst durch Einbraten oder Einbrennen von Fetten und Ölen hergestellt werden. Verschiedene Pfannen eignen sich demnach für unterschiedliche Gerichte und Einsatzmöglichkeiten. Nachfolgend erklären wir, worauf Sie bei der Beschichtung einer Pfanne achten sollten.

Welche Beschichtungen für Pfannen gibt es?

Zu den Pfannenbeschichtungen gehören Teflon/PTFE, Keramik und Emaille. Vor allem Teflon und Keramik sind wegen ihrer Antihaftwirkung bekannt, während Emaille nur das Material der Pfanne schützt und nur ein wenig Antihaftwirkung aufweist.

Pfannenbeschichtungen im Detail: das ist zu beachten

Teflonpfanne
© Dmytro/Adobestock

Teflon

PTFE ist die offizielle Bezeichnung für diese Art der Antihaftbeschichtung und steht für Polytetrafluorethylen. Dieser Stoff ist ein Kunststoff, welcher, auf Pfannen aufgetragen, für eine ideale Antihaftwirkung sorgt. Teflon ist der Markenname der Firma Dupont, steht jedoch im allgemeinen Sprachgebrauch für dieses Material. 
Teflon ist langlebig, kratzfest und hält bei guter Pflege mehr als fünf Jahre. Außerdem eignet sich der Stoff zum schonenden Anbraten. 

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Mit Teflon beschichtete Pfannen gibt es vom Hersteller Tefal, z. B. die Jamie Oliver Cook´s Direct On Bratpfanne E30406. Die Pfanne hat einen Durchmesser von 28 cm, besteht aus Edelstahl mit Antihaftbeschichtung mit Titanverstärkung, ist induktionsgeeignet und kann im Geschirrspüler gereinigt werden. Die Pfanne ist frei von PFOA (Perfluoroktansäure), Blei und Kadmium. In der Mitte besitzt sie den für Tefal typischen Thermo-Spot, welcher sich dunkelrot verfärbt, sobald die Pfanne optimal vorgewärmt und bratbereit ist. Die Pfanne gibt es auch mit 20 und 24 cm Durchmesser sowie als 3er-Set. 

Geeignet für diese Herdarten: 

Teflonpfannen können Sie auf so gut wie allen Herdarten verwenden. Für einen Induktionsherd ist es wichtig, dass der Boden ferromagnetisch ist. Die Hersteller weisen bei ihren Produkten darauf hin.

Geeignet für diese Speisen: 

In Teflonpfannen können Sie vor allem empfindliche Speisen wie Fisch, Hähnchenbrust oder Rührei zubereiten, da das Eiweiß nicht am Boden haften bleibt. Ebenso können Sie Teflonpfannen zum langsamen Schmoren und für Gemüsepfannen verwenden.

Reinigung und Pflege:

Teflonpfannen reinigen Sie ganz einfach mit warmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm. Bei hartnäckigen Verschmutzungen hilft auch Einweichen mit Wasser und Spülmittel. Einige Hersteller geben an, dass die Pfanne in den Geschirrspüler darf. Jedoch ist die Reinigung von Hand milder und verlängert die Lebensdauer
Nach der Reinigung können Sie Ihre Pfannen stapeln. Legen Sie am besten Filzuntersetzer zwischen die Pfannen, um die Ränder und den Boden zu schonen.

Wie schädlich sind PTFE und PFOA?

Obwohl Teflon auf zahlreichen Pfannen verwendet wird, steht es in der Kritik. Das Material ist nur bis 260° C hitzefest – kurzzeitig auch bis 300° C – und kann sich ab dieser Temperatur lösen. Dabei schmilzt es nicht, sondern zersetzt sich. Ab 360° C  entstehen laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) giftige Dämpfe. Diese können zu grippeähnlichen Symptomen führen, welche auch als Polymer- oder Teflonfieber bekannt sind. Sollten Sie Teflon, z. B. aus einer zerkratzen Pfanne, verschlucken, besteht kein Grund zur Sorge. Laut BfR ist PTFE reaktionsträge und wird vom Körper unverdaut ausgeschieden. Eine gesundheitliche Gefahr besteht nicht.
Achten Sie jedoch auf die Angabe, dass kein PFOA enthalten ist. Denn: Die Stoffe Perfluoroktansäure (PFOA) und GenX werden zur Herstellung von PTFE verwendet. PFOA ist fortpflanzungsschädigend und wirkt lebertoxisch, weshalb es 2020 EU-weit verboten wurde. Achten Sie daher darauf, dass der Hersteller bei seinem Produkt "PFOA-frei" angibt. Jedoch schließt dies nicht aus, dass kein GenX verwendet wurde. Auch dieser Stoff steht auf der Liste der besorgniserregenden Chemikalien. Jedoch bleiben nach der Herstellung von PTFE kaum bis sehr wenig Rückstände zurück. Die Hersteller empfehlen daher, die Pfanne mit Wasser zu füllen und auszukochen.

Vor- und Nachteile von Teflon

Vorteile

  • sehr gute Antihaftwirkung
  • für fettreduziertes Braten geeignet
  • preisgünstig

Nachteile

  • verträgt keine hohen Temperaturen
  • Beschichtung nutzt sich ggf. schneller ab
  • anfällig für Kratzer durch Metallgegenstände

Keramik

Keramikpfanne
© Maya Kruchancova/Adobestock

Pfannen, die mit Keramik beschichtet sind, können Temperaturen bis 400° C aushalten. Damit eignen sie sich ideal zum scharfen Anbraten von z. B. Steak und Gemüse. Außerdem kommt Keramik ohne PFOA und PTFE aus. Es gibt jedoch auch Keramikpfannen, die zusätzlich eine dünne Schicht Teflon besitzen. Das Material ist kratzfest und bei guter Pflege langlebig. Beachten Sie jedoch, nur raffinierte Öle wie Rapsöl, Erdnussöl oder Kokosfett zu verwenden. Kaltgepresste Öle hinterlassen einen Film, welcher die Antihaftwirkung beeinträchtigt. Ebenso kann ein zu schneller Temperaturanstieg das Material schädigen.

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Eine beliebte Keramikpfanne gibt es vom Hersteller WMF. Die Pfanne besteht aus Cromargan-Edelstahl und ist mit Keramik beschichtet. Sie hat einen Durchmesser von 28 cm und kann auf dem Induktions-, Gas-, Elektro- und Glaskeramikherd verwendet werden. Außerdem ist die Pfanne bis 400° C hitzefest und auch im Backofen bis 250° C. Der Boden der Pfanne sorgt zudem für eine gleichmäßige Hitzeverteilung.

Geeignet für diese Herdarten:

Keramikpfannen eignen sich für alle Herdarten. Mit einem magnetischen Boden kann sie auch für den Induktionsherd verwendet werden. Da Keramik ein guter Wärmeleiter ist, reicht es, die Pfanne bei mittlerer Stufe zu erhitzen. Wird die Pfanne zu heiß, leidet die Antihaftwirkung.

Geeignet für diese Speisen:

Pfannen mit Keramikbeschichtung eignen sich zum Anbraten, Schmoren und Dünsten von z. B. Gemüse und Hähnchenbrustfilet. Für Omelettes, Spiegeleier oder Pfannkuchen ist die Pfanne weniger geeignet, da die Antihafteigenschaft nicht so gut wie die von Teflon ist. 

Reinigung und Pflege:

Nach dem Kochen sollten Sie die Keramikpfanne mit einem Küchentuch auswischen, um groben Schmutz zu entfernen. Damit die Antihaftwirkung bestehen bleibt, spülen Sie die Pfanne gründlich mit warmem Wasser und Spülmittel aus. Bleibt ein Fettfilm zurück, brennt dieser beim nächsten Braten ein, sodass die Wirkung der Antihaftbeschichtung nachlässt.

Vor- und Nachteile von Keramik

Vorteile

  • hitzebeständig bis 400° C
  • kratzfest
  • ohne Schadstoffe
  • mit entsprechendem Griff backofenfest

Nachteile

  • Antihaftbeschichtung nutzt sich schnell ab (z. B. durch falsches Öl)
  • Beschichtung kann abplatzen (nicht stoßfest)

Emaille

Emaillepfanne und -töpfe
© Nadine Greeff/Stocksy/Adobestock

Das Material Emaille ist Glas und besteht vor allem aus Rohstoffen wie Quarz, Feldspat, Soda, Borax, Aluminiumoxid und anderen Metalloxiden. Es besitzt keine Antihaftwirkung, sondern schützt nur das darunterliegende Eisen. Daher benötigen Sie zum Anbraten Fett. Außerdem ist das Risiko, dass die Speisen anbrennen höher. Dennoch ist das Material sehr langlebig, kratzfest und hitzebeständig – je nach Herstellerangabe zwischen 400–600° C.
Bei Emaille wird außerdem in schwarze und weiße Emaille unterschieden:

  • Schwarze Emaille besitzt eine raue Oberfläche, sodass durch Einbraten von Fett eine Schutzschicht entsteht. Diese fungiert wie bei Gusseisenpfannen als Antihaftbeschichtung.
  • Weiße Emaille besitzt hingegen eine glatte Oberfläche, sodass kein Einbraten von Fett möglich ist.
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Die Pfanne von Riess besteht aus Eisen und ist mit Emaille überzogen. Sie hat einen Durchmesser von 26 cm und kann auf allen Herdarten verwendet werden. Außerdem eignet sie sich zum Kochen über offenem Feuer z. B. auf dem Grill. Beachten Sie jedoch, die Pfanne nicht über der direkten Flamme zu verwenden, da ihr Griff aus Holz ist. Die Emaillebeschichtung ist schnitt- und kratzfest, bakterienhemmend und aromaneutral. Außerdem lässt sie sich leicht reinigen. 

Geeignet für diese Herdarten:

Eine Pfanne mit Emaillebeschichtung können Sie auf allen Herdarten verwenden, wenn der Boden einen ferromagnetischen Kern hat. 

Geeignet für diese Speisen:

In einer Emaillpfanne können Sie Braten, Dünsten und Schmoren. Das Material ist für die meisten Aufgaben gut geeignet. Nur bei Speisen wie Spiegeleiern und Pfannkuchen sollten Sie vorsichtig sein, dass sie nicht anbrennen. Wir empfehlen, die Hitze in der Pfanne zu reduzieren und ggf. etwas mehr Öl dazuzugeben.

Reinigung und Pflege:

Obwohl viele Hersteller die Reinigung von Emaillegeschirr im Geschirrspüler angeben, sollten Sie es von Hand reinigen. Die Oberfläche sollte mit warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Schwamm oder Tuch gereinigt werden. Lassen Sie die Pfanne zuvor abkühlen. 

Vor- und Nachteile von Emaille

Vorteile

  • hitzebeständig bis 400° C, manchmal auch bis 600° C
  • kratz- und abriebfest
  • aus natürlichen Rohstoffen

Nachteile

  • nicht stoßfest: Beschichtung kann abplatzen
  • schwache Antihaftwirkung

Tipp: Wenn Sie nach mehr tollen Pfannen suchen, schauen Sie in unserem Pfannen-Test,Grillpfannen-Test oder auch Poffertjespfannen-Test vorbei. Dort erklären wir Ihnen noch weitere Unterschiede zwischen den einzelnen Pfannen und deren Beschichtung. Außerdem erfahren Sie dort, worauf Sie bei der Wahl der Pfanne achten sollten.

Praktisches Zubehör für beschichtete Pfannen

Damit Sie lange Freude mit Ihrer Pfanne haben, sollten Sie sie nicht nur richtig reinigen, sondern auch geschützt aufbewahren und schon beim Braten und Servieren zum richtigen Zubehör greifen.

Das richtige Kochbesteck für beschichtete Pfannen

In einer beschichteten Pfanne sind vor allem Pfannenwender, Schneebesen und Kelle aus Kunststoff, Silikon oder Holz willkommen. Andere Materialien wie Metall können besonders bei Teflon unschöne Kratzer hinterlassen. Aber auch bei Keramik- oder Emaillepfannen kann die Beschichtung schneller abnutzen, sodass die Antihaftwirkung nicht mehr gegeben ist und sogar das Material unter der Beschichtung z. B. rosten kann. Daher empfehlen wir das Kochbesteck von STONELINE. Es ist ein 8-teiliges Set, das aus Suppenkelle, Löffel, Servierlöffel, Pfannenwender, Spaghetti-Servierlöffel, Schaumlöffel, Schneebesen und einem drehbaren Aufbewahrungsständer besteht. Das Besteck besteht aus Kunststoff und der Griff ist in Holzoptik gehalten. Außerdem ist das Kochbesteck mit einer Antihaftbeschichtung überzogen und bis 180° C hitzefest.

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Beschichtungen schützen

Nach dem Kochen und Reinigen werden Pfannen meist im Küchenschrank übereinandergestapelt aufbewahrt. Da besonders in kleineren Küchen nur selten eine Möglichkeit zum Aufhängen der Pfannen besteht, sollten Sie bei der Lagerung im Schrank darauf achten, dass die Pfannenränder und der Boden geschützt sind. Durch häufiges Stapeln reibt die Beschichtung schneller ab, sodass die Antihaftwirkung verloren geht und das Material rosten kann. Um dem vorzubeugen, gibt es Pfannenschoner aus Filz, z. B. von Emmy Home. Diese werden einfach zwischen die Pfannen gelegt und verlängern dadurch die Lebensdauer Ihrer Pfannen.

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Praktisch sind auch Pfannen- bzw. Topfuntersetzer, welche die Arbeitsfläche oder Tischplatte vor Hitze schützen. Gleichzeitig sorgen die Untersetzer dafür, dass der Pfannenboden nicht zerkratzt. Tolle Untersetzer gibt es z. B. von Svkiyang. Sie bestehen aus Baumwolle, sind 8 mm dick und wasserfest. 

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Wo wird eine beschichtete Pfanne entsorgt?

Eine Pfanne umweltfreundlich zu entsorgen, ist oft gar nicht so einfach, da sie aus mehreren Materialien besteht. Einige Hersteller machen Angaben, in welche Mülltonne die Pfanne darf – oft ist es die Wertstofftonne bzw. der gelbe Sack. Alternativ können Sie die Pfanne auch beim Wertstoffhof abgeben. Dort entscheiden die Mitarbeitenden, zu welcher Müllart sie gelegt wird. 
Tipp: Ist kein Wertstoffhof in der Nähe, fragen Sie beim Händler nach, ob er die Pfanne zurücknimmt. Einige nehmen die Pfanne online und auch in der Filiale wieder zurück und geben manchmal sogar einen Rabatt auf ein neues Modell.

Leckere Rezepte aus der Pfanne