Nachhaltig leben Wasser sparen in der Küche: Tipps & Tricks

Wasser sparen in der Küche
Fangen Sie beim Waschen von Obst, Gemüse und Salat das Wasser auf und verwenden Sie es beispielsweise fürs Pflanzen gießen.
© AdobeStock / TheSupporter
Wer bewusst mit dem Verbrauch von Wasser in der Küche umgehen möchte, der schont sowohl seinen Geldbeutel als auch die Umwelt. Wir verraten Ihnen sieben hilfreiche Tipps, mit denen dieses Vorhaben gelingt.   

Inhaltsverzeichnis

Effiziente Geschirrspülmaschine

Geschirrspülmaschinen kommen mit deutlich weniger Wasser aus als dies bei einem Abwasch von Hand möglich ist. So nimmt etwa das Geschirrspülen von Hand eine Wassermenge von rund 50 Litern für dieselbe Menge an Geschirr in Anspruch, welche eine Spülmaschine mit gerade einmal rund zehn Litern Wasser reinigt.
Besonders wenn das Gerät gut gefüllt ist, ist es um einiges sparsamer als wenn Geschirr und Töpfe per Hand gespült werden. Die Investition in eine neue Spülmaschine kann sich also durchaus lohnen. 
Unser Tipp: Achten Sie beim Kauf eines Geschirrspülers unbedingt auf die Energieeffizienz, damit sparen Sie nicht nur Wasser, sondern ebenfalls auch Strom.

 

Geschirrspülmaschine optimal einsetzen

Bei der Benutzung von Spülmaschinen müssen Teller, Schüsseln oder anderes Besteck nur grob von Essensresten befreit werden. Das Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser führt nämlich – entgegen der verbreiteten Meinung – nicht zu einer Verbesserung des Reinigungsergebnisses. Vielmehr wird dadurch wertvolles Wasser vergeudet. Spülen Sie das Geschirr also nur dann von Hand vor, wenn es wirklich unvermeidbar ist.
Unser Tipp: Stark angebrannte Töpfe können Sie mit wenig Wasser und einem Spritzer Spülmittel zuvor einweichen.

Ein bewusster Umgang beginnt bereits mit dem Einräumen des Geschirrs in die Maschine. Mit Übersicht ist es oft möglich, deutlich mehr Geschirr in der Spülmaschine unterzubringen, als viele Anwender:innen vermuten. Gläser, Tassen, kleine Teller und Dessertschüsseln gehören nach oben, große Teller, Schüsseln, Töpfe und Pfannen nach unten. Räumen Sie das Geschirr so ein, dass alle Flächen vom Wasserstrahl erreicht werden können, und achten Sie darauf, dass sich das Geschirr nicht berührt.

Ist das Gerät tatsächlich vollständig gefüllt, können die meisten Spülmaschinen auch wirklich effizient und sparsam arbeiten. Weitere Einsparpotenziale gibt es mit sogenannten Sparprogrammen, über welche viele moderne Geschirrspüler verfügen. Schnell- oder Kurzprogramme sollten hingegen vermieden werden.

Geschirrspülmaschine
Große Teller, Schüsseln, Töpfe und Pfannen gehören nach unten. Gläser, Tassen, kleine Teller und Dessertschüsseln gehören nach oben.
© AdobeStock / Parilov

Geschirrspülen von Hand

Wenn Ihnen keine Geschirrspülmaschine zur Verfügung steht, gibt es beim Reinigen des Geschirrs ebenfalls Möglichkeiten, Wasser zu sparen. Auch hier sollte darauf geachtet werden, dass pro Spülvorgang möglichst große Mengen an Geschirr gereinigt werden. Wenn Sie immer nur einzelne Teller reinigen, müssen Sie deutlich häufiger spülen und es summieren sich damit schnell große Mengen an Wasser. Zudem sollten Sie das Reinigen oder Abspülen unter fließendem Wasser vermeiden und stattdessen lieber das Spülbecken mit Wasser füllen oder eine kleine Wanne in das Spülbecken stellen.

Zutaten waschen

Auch Zutaten wie Obst, Gemüse und Salat sollten Sie, wenn möglich, nicht unter fließendem Wasser waschen. Sehr viel besser und effizienter ist es, das Obst und Gemüse in einer mit Wasser gefüllten Schüssel kurz einweichen zu lassen und danach abzureiben. Dafür gibt es spezielle Gemüsebürsten.

Unser Tipp: Das in der Schüssel verbleibende Wasser eignet sich danach sehr gut zum Gießen von Pflanzen.

Getränke zubereiten

Bei der Zubereitung von Heißgetränken kann ebenfalls Wasser eingespart werden. Wenn Sie beispielsweise einen Wasserkocher benutzen, müssen Sie übrig gebliebenes Wasser nicht wegschütten, sondern können dieses auch zu einem späteren Zeitpunkt wieder erhitzen. Noch besser ist es aber, direkt die richtige Menge an Wasser zu verwenden – das spart nicht nur Wasser, sondern auch Strom. Wollen Sie beispielsweise nur eine Tasse Tee zubereiten, können Sie die Tasse auch direkt als Messbecher verwenden und damit das Wasser in den Wasserkocher füllen.

Tasse Tee oder Tasse Kaffee
Wollen Sie nur eine Tasse Tee zubereiten? Verwenden Sie die Tasse als Messbecher und erhitzen nur diese Menge Wasser. Mit dieser Methode sparen Sie kleine Mengen Wasser, was sich auf lange Sicht bezahlt macht.
© AdobeStock / Ivan Kruk

Warmes Wasser sparen

Besonders der Konsum von warmem Wasser ist für die Umwelt kritisch. Denn für Warmwasser braucht es zusätzlich zur Ressource Wasser auch noch eine weitere Energiequelle wie Strom oder Gas. Deshalb ist es ratsam, den Warmwasserhahn nur dann aufzudrehen, wenn es tatsächlich notwendig ist. Für ein kurzes Händewaschen reicht in der Regel zum Beispiel auch kaltes Wasser. Ein positiver Effekt beim bewussten Umgang mit warmem Wasser sind häufig deutlich reduzierte Rechnungen für Wasser, Gas und Strom.

Die Armatur in der Küche

Direkten Einfluss auf den Wasserverbrauch in der Küche hat auch der Einsatz der passenden Armatur. Die richtige Wahl spielt in diesem Fall vor allem deswegen eine Rolle, als dass mögliche Einsparungseffekte durch eine reduzierte Wasserabgabe nicht nur ein oder zwei Mal, sondern unzählige Male täglich, über einen Zeitraum von mehreren Jahren hinweg, erzielt werden.

Ältere Armaturen können jederzeit mit kostengünstigen Luftsprudlern nachgerüstet werden. Solche Luftsprudler vermischen den Wasserstrahl mit Luft und reduzieren dadurch den Wasserverbrauch um rund ein Drittel. Entsprechende Nachrüstsätze sind sehr preisgünstig und können mit wenigen Handgriffen montiert werden.

Bei einem kompletten Austausch der Armaturen ist der Kauf eines Einhandmischers zu empfehlen. Bei dieser Bauart wird unter anderem die gewünschte Wassertemperatur rascher eingestellt. Im Vergleich zu einer Armatur mit zwei Griffen, kann ein Einhandmischer den Wasserverbrauch bis zu mehr als die Hälfte reduzieren.

Große Wasserverschwender sind dauerhaft tropfende Wasserhähne. Zwar wirken ein paar kleine Tropfen zunächst nicht viel, über den Tag verteilt können diese aber eine erhebliche Menge ausmachen. Deshalb sollten tropfende Wasserhähne möglichst schnell repariert werden und in der Zwischenzeit entweder das tropfende Wasser zum Pflanzengießen aufgefangen oder Wasser ganz abgestellt werden.

Kleine Checkliste zum Wasser sparen

  1. Geschirrspüler verbrauchen inzwischen deutlich weniger Wasser als der manuelle Abwasch.
  2. Nur volle Spülmaschinen arbeiten energieeffizient.
  3. Wenn Sie von Hand abwaschen, spülen Sie idealerweise nur größere Mengen und lassen das Wasser nicht konstant laufen.
  4. Wenn Sie eine ältere Küchenarmatur haben, sparen Sie mithilfe eines Luftsprudlers Wasser.
  5. Bevorzugen Sie Einhandmischer als Küchenarmatur. Mit ihnen lässt sich die gewünschte Temperatur schneller einstellen.
  6. Reparieren Sie einen tropfenden Wasserhahn schnellstmöglich. Er gehört zu den größten Wasserverschwendern in der Küche.
  7. Fangen Sie beim Waschen von Obst und Gemüse das Wasser auf und verwenden Sie es beispielsweise fürs Pflanzen gießen.