Schlangenkürbis: Merkmale

Der Schlangenkürbis ist auch unter den Namen Schlangenhaargurke oder Chinesische Gurke bekannt. Mit der Salatgurke, die auch manchmal als Schlangengurke bezeichnet wird, ist er allerdings nicht zu verwechseln.
Das Kürbisgewächs verdankt seinen Namen seiner besonderen Wuchsform. Der Schlangenkürbis bildet Lianen, von denen bis zu zwei Meter lange Früchte hinunter wachsen. Lässt man diese natürlich wachsen, sind sie meist bizzar gebogen. Häufig werden sie aber auch mit Steinen beschwert um einen geraden Wuchs zu bewirken. Die Form des Schlangenkürbis erinnert tatsächlich stark an eine Schlange. Eine kleine Sorte aus Italien hat auch einen runden"Bauch", aus dem eine Art Hals wächst. Ein solcher Schlangenkürbis erinnert leicht an eine Kobra.
Im reifen Zustand ist ein Schlangekürbis orange bis rot, teilweise auch gemustert. Allerdings werden die Früchte im unreifen Zustand geerntet, dann ist der Schlangenkürbis noch grün mit weißen Streifen.
Das unreife Fruchtfleisch ist leicht faserig, weiß und mit braunen Kernen durchsetzt. Wird ein Schlangenkürbis zu spät geerntet, schmeckt er bitter.
Schlangenkürbis wird häufig für Curry-Gerichte verwendet, eignet sich aber auch für Suppen oder Pürees.
Reifer Schlangenkürbis ist sehr lange haltbar und eignet sich als Dekoration oder zum Bemalen.
Schlangenkürbis: Verbreitung

Der Schlangenkürbis stammt vermutlich aus Indien und wurde von dort aus wahrscheinlich auch kultiviert. Heute wird Schlangenkürbis in den Tropen und Subtropen Lateinamerikas, Afrikas und Asien angebaut und dort auch verwildert. Die wilde und die kultivierte Form des Schlangenkürbis sind genetisch und optisch kaum voneinader zu unterscheiden.
Schlangenkürbis als Medizin

Vor allem in Asien ist Schlangenkürbis nicht nur in der Küche beliebt. Er hat auch Bedeutung als Heilmittel. Schlangenkürbis soll zum Beispiel gegen Wurmbefall, Bronchitis, Fieber und Diarrhö helfen.