Kurkuma: Wissenswertes und Rezepte

Kurkuma gilt als reinigendes und energetisierendes Gewürz aus der Ayurveda Küche, das auch bei uns immer beliebter wird. Hier finden Sie Wissenswertes rund um die Wurzel, sowie Kurkuma-Rezepte für Currys, Pfannkuchen, Pasta, Goldene Milch und mehr.
In diesem Artikel
Kurkuma: Warenkunde
Kurkuma in der Ayurveda Küche
Die besten Kurkuma-Rezepte

Kurkuma: Warenkunde

Kurkuma ist mit Ingwer verwandt und sieht frisch gekauft recht ähnlich aus – mit dem Unterschied, dass das Wurzelinnere deutlich gelber ist – daher stammt auch seine alternative Bezeichnung: Gelbwurz.

Kurkuma: Wissenswertes und Rezepte

Kurkuma: Wunderknolle der Ayurveda-Medizin

Das Gewürz kann frisch verwendet werden, kommt aber meist zu Pulver vermahlen zum Einsatz. In frischer Form ist Kurkuma im Bioläden und in gut sortierten Supermärkten ganzjährig erhältlich. Zudem ist Kurkuma ein wichtiger Bestandteil der Curry-Gewürzmischung. Seine intensive goldgelbe Farbe erhält Kurkuma durch den Farbstoff Curcumin – tatsächlich wird Kurkuma auch zum Färben von Textilien verwendet.

 

 

Wo wächst Kurkuma?

Die Kurkuma-Pflanze wird bis zu einem Meter hoch und bildet Wurzeln aus. Die Wurzel, die zu den Ingwergewürzen zählt, kommt ursprünglich aus Südasien und wird in den Tropen kultiviert. Bereits seit über 4000 Jahren wird Kurkuma schon in der Küche eingesetzt.

Wie sollte Kurkuma gelagert werden?

Damit die frische Wurzel sein Aroma und die typische Farbe nicht verliert, sollte Kurkuma dunkel und trocken gelagert und schnell verzehrt werden.

Kurkuma in der Ayurveda Küche

Aufgrund der reinigenden Kraft spielt Kurkuma in der ayurvedischen Lehre eine wesentliche Rolle. Auch in der chinesischen Medizin wird das Gewürz als Heilmittel verwendet. Kurkuma gilt als Schönheitselixier sowie antioxidatives und energiespendendes Gewürz, das zudem bei Gelenkschmerzen und einem steifen Körper hilft. Das liegt an der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung des gelben Gewürzes. Zudem hilft es bei Völlegefühl nach fettreichem Essen, da es auch den Stoffwechsel ankurbelt.

Kurkuma in der Medizin

Curcumin ist inzwischen auch Gegenstand der Medizin geworden. So soll Kurkuma bei Krebs, unter anderem des Dickdarms, der Prostata und bei Brustkrebs, helfen. Bewiesen wurde zudem eine entzündungshemmende Wirkung von Curcumin. Ebenfalls soll der Inhaltsstoffe von Kurkuma die Knochengesundheit fördern und die Knochendichte erhalten. Dies wäre zum Beispiel bei Osteoporose-Patienten interessant. Curcumin soll ebenfalls die Produktion von Gallenflüssigkeit anregen und den Gallenfluss erhöhen, wodurch auch die Fettverdauung verbessert wird. Sogar bei Alzheimer soll Curcumin helfen. Eine wahre Wunderwurzel!

Wichtig bei all den Forschungsergebnissen ist, diese mit Vorsicht zu genießen und die Einnahme mit einem Arzt abzusprechen. Viele der gesundheitlichen Wirkungen stammen zudem aus dem Labor und nicht aus der realen Welt. Zudem sind immer große Mengen an Kurkuma notwendig, um Effekte zu erzielen. Diese Mengen sind über die Ernährung kaum zuführbar. Des Weiteren nimmt der Körper das Curcumin schlecht auf. Um die Aufnahme zu verbessern, ist eine Kombination mit einem Bestandteil von Peffer, dem Piperin, sinnvoll. Curcumin wird dadurch 20 mal besser vom Körper aufgenommen. Manche Präparate machen sich dies zunutze. So gibt es Kapseln und Tabletten mit hochdosiertem Curcumin in Kombination mit Piperin.

Kurkuma: Verwendung in der Küche

Das Superfood schenkt Speisen eine intensiv gelbe Farbe und sorgt durch seinen würzigen, leicht erdig-bitteren Geschmack für ein besonderes Aroma. Vor allem in der indischen Küche kommt das Gewürz in vielen klassischen Gerichten zum Einsatz – zum Beispiel in Curry, Pfannkuchen oder in Gemüsebeilagen wie gebratenen Auberginen. Kurkuma schmeckt auch in Getränken – zum Beispiel einem Smoothie oder dem ayurvedischen Heilgetränk Goldene Milch. Und auch italienischer Pastateig oder marokkanische Gerichte werden damit veredelt.

Tipp: Wird Kurkuma erhitzt, entfaltet sich das Aroma am Besten!

Video: frische Kurkuma-Wurzel vorbereiten

Wie Sie Kurkuma richtig schälen und zubereiten, erfahren Sie im nachfolgenden Video:

Goldene Milch

Kurkuma kommt neben Speisen auch in Getränken zum Einsatz. Ein Klassiker der Ayurveda- und Yoga-Küche ist "Goldene Milch": eine heiße Milch, verrührt mit einer Kurkuma-Paste. Ein Mango-Lassi bekommt durch Kurkuma ebenfalls ein bisschen Farbe.

Goldene Milch: Rezept und Wirkung
Alles über die Heilmilch aus dem Ayurveda: Welchen gesundheitlichen Nutzen die goldene Milch hat und wie man sie zubereitet, erfahren Sie hier.

Die besten Kurkuma-Rezepte

Hier finden Sie leckere Rezepte mit Kurkuma. Lieber öfter mal kleinere Mengen des indischen Gewürzes zum Gericht geben: So bleibt der intensive Kurkuma-Geschmack diskret. Schon kleine Mengen von Kurkuma tun der Gesundheit gut.

Gelber Smoothie
25 Min.
70 kcal 1 g Eiweiß 14 g KH
Kurkuma-Reis
25 Min.
456 kcal 8 g Eiweiß 17 g Fett 65 g KH
Quark-Blinis mit Zucchini- Salat und Ziegenkäse
90 Min.
499 kcal 15 g Eiweiß 28 g Fett 43 g KH
Kurkuma-Pfannkuchen
30 Min.
425 kcal 9 g Eiweiß 11 g Fett 70 g KH
Grüner Salat mit Kurkuma-Dressing
35 Min.
253 kcal 13 g Eiweiß 13 g Fett 16 g KH

Weitere Rezepte mit Kurkuma

Probieren Sie Blumenkohl-Kartoffel-Curry, Gemüsecurry in Kokosmilch, Curry-Teigtaschen mit Mango-Chutney, Marokko-Hähnchen, Orientalische Lammschulter und mehr Rezepte mit Kurkuma:

Zum Weiterstöbern

Galgant: Kleine Warenkunde
Süß-bitter, brennend, gleichzeitig erfrischend und leicht nach Ingwer duftend: Das ist Galgant. Alles Wissenswerte rund um das südasiatische Gewürz Galgant finden Sie hier.
Ingwer Scheiben
Ingwertee, Kürbissuppe, aromatische Gerichte mit Fisch, Fleisch oder vegetarisch, feine Chutneys, Gelees, Smoothies und mehr: Ingwer verzaubert!
Gewürze: Curry
"Abwechslung ist die Würze des Lebens" lautet ein indisches Sprichwort. Zu der Würze gehört Curry, das aus der indischen Küche nicht wegzudenken ist.