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Kleine Cocktailkunde

Whiskey Sour
© Christian Lohfink
Fruchtig-süß, ein bisschen bitter oder schön sahnig – Cocktails gibt es in vielen Farben und Varianten. So abwechslungsreich wie die bunten Drinks sind auch die Geschichten, die sich um ihre Entstehung ranken.

Wörtlich übersetzt bedeutet Cocktail „Hahnenschwanz“. In manchen Geschichten erhält der Cocktail deswegen seinen Namen, weil ein Drink mit einer Hahnenfeder geziert wurde. In anderen wurde der Sieg beim Hahnenkampf mit einem Drink begossen. Wieder andere Geschichten vergleichen die verschiedenfarbigen Schichten des Cocktails mit den bunten Federn eines Hahnenschwanzes.

Cocktail-Klassen

Es gibt mehr als 30 Cocktail-Unterarten, die wichtigsten 4 sind jedoch der Shortdrink, der Longdrink, die Bowle und der Hot Drink.

Shortdrinks sind die klassischen Cocktails, denn sie enthalten nur wenig aber stark alkoholhaltige Flüssigkeit. Typische Shortdrinks sind der Aperitif, der vor dem Essen getrunken wird und eher trocken ist. Außerdem der Digestif, der nach dem Essen getrunken wird und oft süß ist, und der sogenannte Corpse Reviver für den Tag danach, wie beispielsweise die Bloody Mary.

Longdrinks enthalten deutlich mehr Flüssigkeit als Shortdrinks. Zu den Klassikern zählen die Tropical Drinks mit Rum, Tequila und Fruchtsäften, wie zum Beispiel der Tequila Sunrise, oder Drinks mit Milch und Sahne, wie die Pina Colada. Auch der eher bittere Caipirinha ist ein Longdrink, ebenso wie die verschiedenen Drinks der Kategorie Highball, die meist mit Soda oder einem anderen kohlensäurehaltigen Getränk aufgefüllt werden.

Eine Bowle darf bei keiner Party fehlen! Grundlage sind meist Sekt oder Wein, weswegen sie deutlich weniger Prozente mit sich bringt als Short- und Longdrinks. Mit Früchten gemischt schmeckt sie frisch, sie kann aber als Schlammbowle auch mit Eis gemischt werden.

Hot Drinks werden, wie der Name verrät, heiß oder warm serviert. Im Winter gehören zum Beispiel der Irish Coffee mit Whiskey oder der Pharisäer mit Rum dazu.

Das richtige Glas für jeden Cocktail

So vielfältig wie die Cocktails selbst sind auch die dazu passenden Gläser. Ein Martini wird beispielsweise immer in einem trichterförmigen lanstieligen Glas serviert. Für einen Caipirinha benötigt man dagegen ein breites, mittelhohes oder hohes Glas ohne Stiel. Tropical Cocktails werden meist in hohen, unten bauchigen Gläsern angeboten.

Zutaten und Zubehör

Je nach Cocktail benötigen Sie viele verschiedene Zutaten. Für Cocktailanfänger ist es deswegen gut, sich ein paar einfache Rezepte zu suchen, die ähnliche Zutaten haben. Ein Tequila Sunrise besteht zum Beispiel aus Tequila, Orangensaft und Grenadinesirup. Auch der Margarita besteht aus Tequila, allerdings enthält er noch Curacao und Limettensaft. Ebenfalls wenige Zutaten benötigen Sie für den Caipirinha, der nur aus Cachaca (Zuckerrohrschnaps), Limettensaft, Zucker und Eis besteht.
Ein Cocktailshaker ist das ideale Hilfsmittel, um die verschiedenen Säfte und Alkoholika gut miteinander zu vermischen. Der Ice-Crusher ist für Cocktails wie Caipirinhas sehr praktisch, da viel zerkleinertes Eis benötigt wird. Alternativ können können Sie gecrushtes Eis auch im Supermarkt kaufen.

Deko – ein Muss

Cocktails sehen meist ebenso lecker aus wie sie schmecken. Neben einem kleinen Schirmchen werden sie mit Zuckerrändern, Früchten oder Blüten verziert, denn das Auge „trinkt“ mit. Erlaubt ist, was gut aussieht, ein paar Regeln sollten Sie jedoch beachten:
• Verwenden Sie nur Früchte, die Sie auch im Cocktail verwendet haben
• Weniger ist manchmal mehr: Denken Sie immer daran, dass der Cocktail ein Getränk ist, kein Obstsalat.
• Wirklich lecker schmecken nur frische Obststücke.
• Das Obst sollte farblich zum Cocktail passen.