Casatiello


Casatiello ist eine herzhafte Osterspezialität aus Neapel. Welche Zutaten das Brot so üppig machen, was bei der Zubereitung von Casatiello wichtig ist und wie es richtig traditionell wird, können Sie hier lesen.

Casatiello: Herzhaftes Osterbrot aus Italien

Casatiello: herzaftes Osterbrot
Casatiello: herzaftes Osterbrot
© grongar

Casatiello ist eine Osterspezialität aus Italien. Das kranzförmige Brot erinnert in Zubereitung und Konsistenz an den weihnachtlichen Panettone, ist aber im Gegensatz dazu ein herzhaftes Gebäck. Casatiello stammt ursprünglich aus Neapel und wird traditioneller Weise am Ostersamstag gebacken, um am Folgetag verzehrt zu werden. Allerdings ist das üppige Brot so beliebt, dass es inzwischen auch außerhalb der Osterzeit erhältlich ist.

Casatiello: Die Zutaten

Käse und Salami sind wichtige Zutaten für das Casatiello
Käse und Salami sind wichtige Zutaten für das Casatiello
© grongar

Es handelt sich beim Casatiello um ein Hefegebäck. Das ist nicht untypisch für Ostern. Anders als die meisten traditionellen Gebäckstücke für die Feiertage ist Casatiello aber nicht süß, sondern salzig. Anstelle einer Füllung aus Trockenfrüchten und Schokolade, enthält diese Variation nämlich herzhafte Zutaten. Casatiello wird mit fein gewürfelter Salami und geriebenem Käse zubereitet. Wer es besonders traditionell haben möchte, der muss speziellen Pecorino aus Lamm-Milch verwenden, denn das Lamm ist schließlich ein Ostersymbol. Allerdings haben sich längst auch andere Käsesorten für ein Casatiello durchgesetzt. Am beliebtesten ist nach wie vor der italienische Pecorino. Wer den kräftigen Käse nicht mag, kann jedoch getrost auf mildere Alternativen ausweichen. Eine weitere Besonderheit des Casatiello ist die Tatsache, dass nicht Butter sondern Schweineschmalz zum Backen verwendet wird. Des Weiteren braucht man für die Osterspezialität Wasser, Milch, Mehl, Hefe, Eier, Salz, etwas Zucker und reichlich Pfeffer.

Casatiello: Tipps zur Zubereitung

Das Casatiello muss ruhen, bevor es in den Ofen kommt
Das Casatiello muss ruhen, bevor es in den Ofen kommt
© grongar

Da es sich, wie bereits erwähnt, beim Casatiello um ein Hefeteiggebäck handelt, braucht die Zubereitung wegen der Gehzeiten einige Zeit. Aber der Aufwand lohnt sich, denn das Brot ist besonders luftig und herrlich würzig. Die Salamiwürfel für ein Casatiello werden zunächst in einer Pfanne ausgelassen. Wer keine Salami mag, der kann alternativ auch auf Speck zurückgreifen. Die Hefe muss in lauwarmer Milch aufgelöst werden, um anschließend mit den anderen Teigzutaten (einschließlich des Käses und der Salami) vermengt zu werden. Nun muss die Masse für den Casatiello erst einmal ruhen. Anschließend wird der Teig in eine runde Backform gegeben und ruht erneut, bevor er in den Ofen kommt. Das Ruhen ist wichtig für die spätere Konsistenz des Casatiello, weil nur so die Hefe ausreichend arbeiten kann und den Teig schön aufgehen lässt.

Casatiello: Form und Dekoration

Traditionell wird Casatiello in Ringform und mit Eiern zubereitet
Traditionell wird Casatiello in Ringform und mit Eiern zubereitet
© Corrado Forino

Früher war es üblich, ein Casatiello immer in Ringform zu backen. Außerdem wurde es in der Regel mit hartgekochten Eiern verziert, die direkt in den Teig gegeben und mitgebacken wurden. Auch heute findet man zu Ostern noch Casatiello in dieser ursprünglichen Form. Außerhalb der Feiertage begegnet es einem oft als runder Brotlaib, dann auch ohne hartgekochte Eier.