Papaya: Wissenswertes und Tipps


Die Papaya ist eine exotische Beerenfrucht ähnlich einer Melone. Lesen Sie hier alles Wissenswerte rund um die Papaya sowie Tipps zur Zubereitung.

Inhaltsverzeichnis

Wissenswertes über Papaya

Die Papaya stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Die Hauptanbaugebiete sind Brasilien, Thailand, Mexiko, Westafrika, Hawaii, Indien und andere tropische Gebiete der Erde und sind als Importware bei uns ganzjährig erhältlich. Die Papaya wird auch als Baummelone bezeichnet und wächst auf einer bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Pflanze der Gattung Carica, die große Blätter trägt, die denen eines Feigenbaums ähneln. Aus den weißen befruchteten Blüten entsteht die oval grün-gelbe Frucht. Das Fruchtfleisch ist hellorange bis rosa und in der Mitte befinden sich viele kleine schwarze Kerne, die mit einer dünnen Schicht überzogen sind.

Bei uns sind die Früchte zwischen einem halben bis einem Kilogramm schwer, doch andere Sorten, zum Beispiel aus Mexiko, können bis zu sechs Kilogramm schwer und 45 cm lang werden. Die süße reife Frucht ist weich und erinnert geschmacklich an Aprikose, Melone und Himbeere. Durch Zucker, Zitronensaft oder Ingwer wird der süße Geschmack noch intensiver.

Einkauf und Lagerung

Aufgeschnittene Papaya
Aufgeschnittene Papaya
© Ken/flickr

Papayas sind bei uns das ganze Jahr über erhältlich. Papayas reifen gut nach, wenn sie bereits gelbliche Streifen oder Flecken haben. Sind sie noch insgesamt grün, bleiben sie unreif. Dann schmeckt die Papaya bitter. Lässt sich die Haut der Papaya leicht mit dem Finger eindrücken, ist sie essreif. Hat die Papaya bereits braune Flecken, und eine verschrumpelte Schale, schmeckt die Papaya vergoren.

Papayas verderben leicht und dürfen nie unter 7°C gelagert werden. Sie sollte trocken und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt lagern. Reife Früchte lassen sich etwa eine Woche im Kühlschrank aufbewahren. Sie eignen sich ebenso zum Einfrieren oder Kandieren.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Das Fruchtfleisch der Papaya ist reich an Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Niacin, Vitamin A und C und ist darüber hinaus sehr kalorienarm. Außerdem enthalten Papayas eiweißspaltende und fettspaltende Enzyme wie Papain, Chymopapain, Lysozym und Lipase. Daher sollen Eiweiß und Fett schneller verdaut werden und sie soll eine entzündungshemmende Wirkung besitzen. In unreifen Früchten und in den Kernen ist das meiste Papain enthalten. In der Lebensmittelproduktion wird es verwendet, um Fleisch zarter zu machen. Man kann das Fleisch in Papayasaft oder in Papayapulver einlegen, in die Blätter der Pflanze einwickeln oder mit einem Fruchtstreifen belegen.

Nährwerte für Papaya bezogen auf 100 g:

Inhaltsstoffe

Nährwerte

Energie

32 kcal

Eiweiß

0,5 g

Fett

0,1 g

Kohlenhydrate

7,1 g

Kalium

191 mg

Kalzium

28 mg

Magnesium

41 mg

Vitamin A

160 µg

Vitamin C

80 mg

Verwendung und Verzehr

Zubereitung

Wer das Fruchtfleisch verarbeiten will, der schält erst die Papaya, halbiert sie, löffelt dann die Kerne heraus und schneidet dann das Fruchtfleisch in die gewünschte Form, z.B. kleine Würfel.

Auch die Kerne sind essbar, sie schmecken ähnlich scharf wie Kapuzinerkresse und sind leicht herb. Befreien Sie diese vom Fruchtfleisch und trocken sie die Kerne. Am besten gelingt dies bei niedrigen Temperaturen im Backofen. Papayakerne eignen sich zum Würzen von süßen und herzhaften Gerichten und können mitgegart, oder aber wie Pfefferkörner gemahlen werden. In der Kosmetik wird das Öl aus den Kernen zu Pflege bei Cellulite und bei trockener, empfindlicher Haut eingesetzt.

So schmeckt Papaya am Besten

Papayas können reif wie Melone verzehrt werden. Sie harmonieren besonders gut mit Käse oder Schinken. Sie lassen sich in Port- oder Brandwein einlegen, als Zutat in Fruchtsalaten verarbeiten oder einfach auslöffeln. Der Saft kann für Sorbets oder Getränke verwendet werden. Reife Früchte können auch gekocht, gebraten oder gedünstet werden. Bereitet man sie mit Fleisch zu, wird es besonders zart. Die unreifen grünen Früchte können als Gemüse verarbeitet werden wie Kohlrabi oder Zucchini. Sie sind besonders schmackhaft sauer eingekocht als Chutney, in Salsas und Currys. Da Papaya kaum oxidiert, ist sie auch gut für Dekorationszwecke geeignet.

Achtung: Speisen, die mit Gelatine zubereitet werden, gelieren nicht, wenn sie Papaya enthalten. Man sollte stattdessen also Agar-Agar oder Pektin zum andicken verwenden.

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