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Pumpernickel: Rezepte und Infos

Pumpernickel ist ein ganz besonderes Schwarzbrot. Lesen Sie hier, was es ausmacht, wie es hergestellt wird und wie Sie Pumpernickel verarbeiten können. Wir haben auch leckere Rezepte mit Pumpernickel für Sie.

Pumpernickel: Herkunft und Merkmale

Pumpernickel
Pumpernickel

Der schwere, fast schwarze Pumpernickel stammt ursprünglich aus Westfalen und ist wegen seiner besonderen Beschaffenheit und seines außergewöhnlichen Namens inzwischen weltberühmt. Woher die Bezeichnung stammt, ist jedoch nicht eindeutig geklärt. Um den Namen Pumpernickel ranken sich die unterschiedlichsten Mythen. Die einen sagen, ein Nikolaus Pumper habe es im 15. Jahrhundert erfunden und sei somit Namensgeber. Andere führen die Betitelung eher auf die westfälischen Worte Pumper (Furz) und Nickel (Dämon) zurück, was einen Hinweis auf die blähende Wirkung von Pumpernickel geben soll. Die Franzosen hingegen behaupten, Pumpernickel sei ihrem Wortschatz entsprungen. Angeblich aß Napoleons Pferd Nicole so gern das Schwarzbrot, dass "pain pour Nicole" (Brot für Nicole) zunächst zu einem festen Begriff und später zur Grundlage des Wortes Pumpernickel wurde.

Über die Wortherkunft lässt sich also streiten. Nicht aber über die eindeutigen Merkmale, die Pumpernickel ausmachen. Zunächst hat das Schwarzbrot keine Kruste und ist von sehr fester Konsistenz. Geschmacklich ist Pumpernickel leicht süßlich, hat aber auch eine säuerliche Note.

Pumpernickel: Gut Ding will Weile haben

Für die traditionelle Herstellung von Pumpernickel sollte man viel Zeit einplanen. Eine Mischung aus Roggenschrot und dunklem Roggenmehl mit Sauerteig muss zunächst mehrere Stunden, am besten über Nacht, in Wasser quellen. Anschließend wird der Pumpernickel mindestens sechzehn Stunden in Dampfkammern gebacken. Bei diesem Vorgang entwickeln sich typische Röstaromen und Zucker karamellisiert und sorgt für die süßliche Note. Ein leicht säuerliches Aroma bleibt dabei aber dennoch erhalten.

Pumpernickel: Einkauf und Verarbeitung

Canapés mit Pumpernickel
Canapés mit Pumpernickel

Abgepackten Pumpernickel gibt es in verschiedenen Formen zu kaufen. Zum einen sind rechteckige, in Folie eingeschweißte Scheiben erhältlich. Ungeöffnet hält diese Variante einige Monate. Noch länger können Sie Pumpernickel aus der Dose aufbewahren. So gibt es ihn in großen oder kleinen, runden Scheiben. In der verschlossenen Dose hält sich Pumpernickel mindestens ein Jahr.

Die größeren Scheiben Pumpernickel trifft man häufig auf dem Abendbrottisch an, wo sie mit allerlei Fleisch- und Wurstaufschnitt oder Käse belegt werden. Die kleinen runden Scheiben hingegen eignen sich optimal für Canapés. Sie sind fest und passen mit ihrem besonderen Aroma zu vielen Zutaten. Sie können Pumpernickel mit Lachstatar oder Räucherfisch als kleine Häppchen reichen. Auch kräftiger Käse und Patés passen hervorragend.

Pumpernickel kann aber noch viel mehr. Er macht sich zum Beispiel ausgezeichnet als Kruste zu kräftigen Fleischgerichten und kann auch prima zu vollwertigen Croûtons verarbeitet werden. So passt Pumpernickel besonders zu reichhaltigen Wintersalaten.

Mit etwas Alkohol beträufelt wird Pumpernickel übrigens zu einer köstlichen Grundlage für süße Schichtspeisen.

Die Westfalen haben mit Pumpernickel das Gericht "Mönch und Nonne" entwickelt. Es handelt sich um eine Art Sandwich, bestehend aus je einer Scheibe Weißbrot und Pumpernickel. Diese werden mit Butter und Schinken belegt und zusammengeklappt.

Pumpernickel: Rezepte

Pumpernickel eignet sich für Schnittchen oder kann zu einer knusprigen Kruste verarbeitet werden. Auch Süßspeisen können mit Pumpernickel zubereitet werden. Stöbern Sie durch unsere Galerie und entdecken Sie abwechslungsreiche Rezepte mit Pumpernickel.

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