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Tantanmen Ramen: Rezept für japanische Nudelsuppe

Tantanmen Ramen in einer Schale serviert mit halbiertem Ei, Hackfleisch und Pak Choi in einer Brühe mit Sesampaste und Chiliöl
Foto: Adobe Stock / ahirao
Tantanmen Ramen, das sind Ramen in einer scharfen Suppe mit Sesampaste, Sojamilch und Hackfleisch. Diese japanische Variante ist angelehnt an chinesische Dandan-Nudeln aus Sichuan, auch Dandanmian. Als Tantanmen-Nudel-Suppe schmeckt sie kräftig, würzig und wärmt von innen.
Koch: essen-und-trinken.de
Fertig in 45 Minuten

Schwierigkeit

einfach


Zutaten

Für
4
Portionen

Schnelle Ramen-Eier

4

Eier (Kl. M)

2

Knoblauchzehen

3

El El Sojasauce

1

Tl Tl Zucker

Für das Hackfleisch

1

Stück Stück Ingwer (daumengroß, ca. 4 cm)

2

Knoblauchzehen

1

Schalotte (ersatzweise Frühlingszwiebeln)

1

El El Pflanzenöl (nach Belieben Chiliöl)

1

El El scharfe Bohnenpaste

200

g g Schweinehackfleisch (ersatzweise Hähnchenhackfleisch)

1

El El Sojasauce

Für die Suppe

1

Tl Tl Zucker

4

El El Sojasauce

4

El El Sesampaste (ersatzweise Tahini)

1

El El Sesamöl

2

El El Chiliöl

1.25

l l Hühnerbrühe

500

ml ml Sojamilch

1

Prise Prisen Salz

1

Pak choi

100

g g Sojasprossen (ersatzweise Mungobohnensprossen)

200

g g Ramen-Nudeln

4

Tl Tl Sesam

Chilifäden zum Garnieren


Zubereitung

  1. Für die Ramen-Eier

  2. Eier ca. 6 Minuten wachsweich kochen. In der Zwischenzeit Knoblauch schälen und hacken. Sojasauce mit 8 El Wasser, Zucker und Knoblauch in eine Schale geben und verrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Eier abschrecken, pellen, in die Marinade geben, ziehen lassen und beiseitestellen.
  3. Für das Hackfleisch

  4. Ingwer und Knoblauch schälen und fein hacken oder reiben. Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch, Ingwer und Schalotten darin anbraten. Bohnenpaste dazugeben und vermengen. Hackfleisch in die Pfanne geben und gut verrühren. Mit Sojasauce abschmecken und so lange braten, bis keine Flüssigkeit mehr in der Pfanne ist. Anschließend beiseitestellen.
  5. Für die Suppenbasis (Tare)

  6. Zucker, Sojasauce, Sesampaste, Sesam- und Chiliöl in einer Schüssel gut miteinander verrühren. Hühnerbrühe und Sojamilch in einem Topf auf niedriger bis mittlerer Hitze erhitzen, aber nicht kochen.
  7. In einem weiteren Topf gesalzenes Wasser zum Kochen bringen. Pak Choi putzen und der Länge nach in Streifen schneiden. Bambussprossen putzen. Pak Choi und Bambussprossen jeweils für 1–2 Minuten blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und beiseitestellen.
  8. Ramen in demselben Kochwasser nach Packungsanweisung garkochen.
  9. Zum Anrichten der Ramen würzige Suppenbasis in Schalen verteilen. Anschließend mit Sojamich-Brühe aufgießen. Ramennudeln in die Suppe geben, Pak Choi, Bambussprossen und Hackfleisch darauf verteilen, Sesam darüber geben und mit Chilifäden garnieren. Zum Schluss Eier halbieren, in die Suppe geben und servieren.
Tipp Japanische Ramen-Eier, Ajitsuke Tamago, können Sie für viele Ramenrezepte verwenden. Sie sind eine typische Einlage für Ramensuppen. Eigentlich sollten die Eier mindestens über Nacht ziehen, diese schnelle Variante nimmt durch den Knoblauch bereits nach 15 Minuten einen angenehm würzigen Geschmack an. Es finden sich auch Rezepte für Ajitsuke Tamago, in denen zusätzlich Mirin in die Marinade gegeben wird.

Was sind Tantanmen Ramen?

Tantanmen Ramen sind eine japanische Abwandlung des chinesischen Gerichts “Dandanmian”, auch “Dan Dan Noodles” oder “Dan Dan Mian”, aus der Sichuan Region. Dan-Dan-Nudeln sind ein scharfes, mit Sichuan-Pfeffer oder Sichuan-Pfeffer-Öl gewürztes Gericht mit einer Sauce, die die Nudeln umschließt. Die japanische Adaption wird hingegen mit Suppe serviert.

Der Name des Gerichts soll auf chinesische Straßenverkäufer zurückgehen, die Töpfe oder Körbe an Tragestangen, die auf ihren Schultern ruhen, durch die Straßen trugen und ihr Essen daraus verkauften, sogenannte “dan dan”. Man findet verschiedene Schreibweisen, unter anderen Tantanmen Ramen, Tan Tan Men oder schlicht Tan Tan Ramen.

Die japanische Version basiert auf denselben Zutaten der Dandan-Nudeln, wird jedoch durch eine würzige Suppe ergänzt, die in einigen Rezepten zusätzlich mit Sojamilch verlängert und zubereitet wird. Anstelle der Sesampaste können Sie auf Erdnussbutter ausweichen, sollten Sie kein Tahini bekommen. Das Gemüse, wie der Pak Choi oder die Bambussprossen, sind optional. Es passt jedoch hervorragend in das Gericht, ebenso wie das typische Ramen-Ei.

Würzige Suppenbasis für Ramen: die Tare

Das Gericht ist so konzipiert, dass es von vornherein scharf ist. Dies können Sie nach Ihrem eigenen Geschmack verstärken oder reduzieren über die Menge der Suppenbasis, die Tare. Diese Tare wird typischerweise separat von der Brühe zubereitet und zuerst in die Ramenschale gegeben. Damit kann der Koch in einem Ramenrestaurant die Brühe für seinen Gast individuell variieren, sie schärfer abschmecken oder weniger würzig. Im oberen Rezept halten wir es daher genauso. Sie können die Tare jedoch auch direkt mit der Sojamilch-Brühe mischen, gemeinsam erhitzen und abschmecken.

Vegetarische Tantanmen

Tantanmen Ramen können Sie vegetarisch zubereiten, indem Sie die Hühnerbrühe gegen Gemüsebrühe austauschen und das Hackfleisch durch Pilze wie Champignons oder Steinpilze ersetzen. Für eine ebenso geschmackvolle Einlage hacken Sie die Pilze fein und bereiten diese wie im Rezept mit Ingwer, Knoblauch und Schalotten zu, um einen vollen Umamigeschmack zu erhalten. Möchten Sie Tantanmen Ramen vegan genießen und nicht auf eine hackfleischähnliche Einlage verzichten, verwenden Sie zum Beispiel gehackten Räuchertofu oder Sojageschnetzeltes. Lassen Sie nur noch das Ei weg und verwenden Sie Gemüsebrühe und schon sind Ihre veganen Tantanmen Ramen servierbereit.

Wie isst man Ramen richtig?

Nicht nur bei Tantanmen Ramen fragen Sie sich bestimmt: wie isst man Ramen eigentlich richtig? Ramen isst man schnell und vor allem schlürfend. Schnell deshalb, damit die Nudeln sich nicht mit Suppe vollsaugen und zu sehr aufweichen. Oft werden Ramen in Japan oder China in einer kurzen Mittagspause oder auf dem Weg nach Hause gegessen. Ramenküchen sind außerdem häufig lediglich kleine Imbisse mit wenig Platz zum Verweilen. Besucher:innen sitzen beispielsweise direkt an der Theke zur Küche hin. Chinesische oder japanische Ramenesser:innen nehmen sich nicht so viel Zeit wie anderswo für ihre Ramen und benötigen wohl kaum mehr als 10 Minuten für ihre Suppe.

Tantanmen Ramen isst man mit Stäbchen und einem Löffel. Man isst zuerst die Nudeln und Einlagen und schlürft zum Schluss die Suppe. Entweder mit dem Löffel oder wie viele Einheimische direkt aus der Schale. Nehmen Sie eine kleine Menge Ramen zwischen Ihre Stäbchen und ziehen Sie die Nudeln vollständig aus der Suppe, sodass sie keinen nicht enden wollenden Klumpen Nudeln vor sich haben. Nun ziehen Sie die Ramen zügig schlürfend in den Mund.

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