Spinat: Rezepte und Tipps


Spinat ist ein kulinarischer Klassiker aus unserer Kindheit. Hier erhalten Sie Tipps zur Zubereitung und können sich von unseren köstlichen und kreativen Spinat-Rezepten inspirieren lassen!

Inhaltsverzeichnis

Spinat zubereiten: So geht's

Spinat: Rezepte und Tipps
© Matthias Haupt

Handelsformen des Spinats

Je nach Erntemethode gibt es Spinat in zwei Handelsformen: Wurzel- oder Blattspinat. Grundsätzlich gilt: frischen Spinat möglichst noch am Tag des Einkaufs verwenden. Wurzelspinat schmeckt besonders aromatisch, ist aber für Salat ungeeignet. Frühjahrspinat schmeckt fein und mild. Beim Einkauf auf feste grüne Blätter achten. Für Eilige gibt es portionierbare TK-Ware, die aufgrund der Schockfrostung reich an Mineralstoffen und Vitaminen ist.

Spinat: Rezepte und Tipps
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Schritt 1: Spinat großzügig kaufen

Der Inhalt der Tüte auf dem Foto entspricht der Menge des abgebildeten TK-Spinats.

Fazit: Frischen Blattspinat großzügig einkaufen, da er beim Garen auf 1/8 des Volumens schrumpft. Tipp: 100 g frischer Spinat entsprechen 80 g blanchiertem Spinat.

Spinat: Rezepte und Tipps
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Schritt 2: Blätter verlesen

Lose Blätter verlesen, in ein großes Sieb geben und in eine große Schüssel stellen. Wasser im Wasserkocher erhitzen.

Spinat: Rezepte und Tipps
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Schritt 3: Spinat überbrühen

Spinat kurz mit kochendem Wasser überbrühen. Dann abschrecken und abtropfen lassen, anschließend kräftig ausdrücken und auflockern.

Spinat: Rezepte und Tipps
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Schritt 4: Spinat weiterverarbeiten

Nun kann der Spinat entsprechend weiterverarbeitet werden.

Tipp: Nach dem Abtropfen kann der Spinat eingefroren werden.

Spinat blanchieren

Unser Kochschulvideo zeigt eine weitere Art, Spinat zu blanchieren. Tipp: Sie können den blanchierten Blattspinat in Eiswasser abschrecken, so bleibt er saftig grün.

Zubereitung von Spinat

Die Blätter jeweils längs in der Mitte zusammenfalten und die Blattrippe abziehen. Den Spinat mehrmals in stehendem Wasser waschen und in einem Sieb gut abtropfen lassen.

Spinat portionsweise in einen großen Topf mit kochendem Salzwasser geben und für 30 Sekunden blanchieren. Spinat mit einer Schaumkelle herausnehmen und in Eiswasser abschrecken. Anschließend gut ausdrücken und in eine Schüssel geben.

Wie wird Spinat gewürzt?

Salz und Pfeffer sollten nicht fehlen. Wer mag, würzt noch mit Muskat. Angebratene Zwiebeln oder Knoblauch verleihen dem Spinat eine herzhafte Note. Cremiger wird der Spinat, wenn noch etwas Sahne hinzugefügt wird.

Wissenswertes über Spinat

Woher kommt Spinat?

Ein Vorläufer des Spinats wurde bereits im 9. Jahrhundert nach Spanien gebracht, wo er sowohl Bestandteil der Küche als auch der Hausapotheke wurde. So soll Spinat unter anderem bei Verdauungsbeschwerden und Atemproblemen eingesetzt worden sein. Inzwischen ist Spinat längst überall beliebt und wird auch bei uns angebaut. Sogar der Anbau auf dem eigenen Balkon ist möglich.

Welche Sorten gibt es?

Spinat (lat. spinacia oleracea) gibt es in mehreren Sorten. Blattspinat ist in Form von einzelnen feinen Blättern mit Stiel erhältlich, Wurzelspinat wird unterhalb des Wurzelhalses gestochen. Der Frühlingsspinat ist besonders zart, feinblättrig und hellgrün und lässt sich roh samt seiner Stiele verzehren und schmeckt toll im Salat. Der robustere Winterspinat fällt durch dickere und härtere Blätter auf, schmeckt deutlich herber und würziger und wird gedünstet gegessen. Letzterer eignet sich gegart für Eintöpfe, als Beilage, als Füllung für Pasta, Aufläufe oder Quiche. Aus dem Frühlingsspinat, den wir auf dem Wochenmarkt bekommen, lassen sich frische feine Salate zaubern.

Tipps zum richtigen Umgang mit Spinat

Tiefkühlspinat: Aufgrund seiner Schockfrostung direkt nach der Ernte enthält TK-Spinat fast so viele Nährstoffe wie feldfrischer Spinat.

Spinat zusammen mit Milchprodukten zubereiten. Das neutralisiert die Oxalsäure, welche sonst die Kalziumaufnahme hemmt.

Spinat zusammen mit Vitamin C zubereiten. Dies erhöht die Eisenaufnahme und hemmt zugleich die Umwandlung von eventuell enthaltenem Nitrat in Nitrit.

Stiele und große Blattrippen entfernen, Spinat blanchieren, lange Warmhaltezeiten vermeiden: Das reduziert ggf. vorhandenen Nitratgehalt.

Menschen mit Neigung zu Nierensteinen sollten keinen Spinat zu sich nehmen.

Säuglinge und Kleinkinder sollten nur frisch zubereiteten Spinat essen.

Einkauf und Lagerung von Spinat

Zarter, grüner Blattspinat ist ein echter Frühlingsbote, denn er kommt im März als erstes heimisches Frischgemüse auf den Markt. Spinat ist das ganze Jahr erhältlich, allerdings hat der Frühlingsspinat einen besonders zarten Geschmack. Frischer Spinat ist nur wenige Tage haltbar. In ein feuchtes Tuch gewickelt können Sie ihn etwa zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren, bevor Sie ihn verarbeiten sollten. Neben frischem Spinat vom Markt oder aus dem Supermarkt ist die Tiefkühlvariante sehr beliebt. TK-Gemüse sollten Sie bis zur Verwendung im Gefrierfach aufbewahren und direkt auf mittlerer Hitze auftauen.

Spinat: Das steckt drin!

Spinat ist gesund und reich an Vitaminen und Mineralstoffen. Betacarotin, Vitamin C oder Folsäure sind in größeren Mengen enthalten. Bemerkenswert ist der hohe Gehalt an Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen. Neben diesen Nährstoffen enthält Spinat auch Nitrat. Nitrat ist an sich für den menschlichen Körper unbedenklich, wird aber während Lagerungs- und Aufwärmprozessen, sowie auch im Körper, zu Nitrit umgewandelt, welches dann in größeren Mengen für uns gefährlich sein kann.

Tipp: Spinat enthält aufgrund von Düngemittel viel Nitrat. Um dieses zu reduzieren, hilft es, Spinat aus Bioanbau zu bevorzugen sowie den Spinat vor dem Verzehr zu putzen. Bleibt gekochter Spinat längere Zeit bei Zimmertemperatur stehen, bildet sich durch Bakterien das giftige Nitrit, das insbesondere von Kindern nicht verzehrt werden sollte. Nitrit kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und bei Babys zu Blausucht führen. Wird Spinat ordnungsgemäß zubreitet und im Anschluss im Kühlschrank gekühlt, kann es am nächsten Tag bedenkenlos aufgewärmt werden. Dazu einmal 2 Minuten stark erhitzen, damit mögliche Bakterien abgetötet werden.

Legendärer Tippfehler: Wer kennt nicht die Geschichte von Popeye und seinem riesigen Spinatverzehr um stark zu werden. Dass dies nicht so ganz stimmt, ist inzwischen den meisten bekannt. Aufgrund eines Tippfehlers wurde der Eisengehalt von Spinat jahrelang überschätzt. Dennoch hat Blattspinat einen wesentlich höheren Eisengehalt als beispielsweise Rotkohl oder Kopfsalat. Das Blattgemüse liefert außerdem besonders viel Folsäure, die vor und während Schwangerschaften wichtig ist, da sie maßgeblich an der Bildung von Blutkörperchen beteiligt ist.

Nährwerte von frischen Spinat pro 100 Gramm:

Nährstoff

Nährwert

Kilokalorien

23 kcal

Fett

0 g

Eiweiß

3 g

Kohlenhydrate

1 g

Vitamin C

51 mg

Vitamin A

0,8 mg

Folat

57 µg

Eisen

3,4 mg

Zink

0,7 mg

Magnesium

62 mg

Kalzium

117 mg

Kalium

554 mg

Oxalsäure: Sicher ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass sich Ihre Zähne nach dem Verzehr von Spinat stumpf angefühlt haben. Dies liegt an der enthaltenen Oxalsäure. Diese hemmt die Aufnahme von Kalzium und Eisen. Um das zu verhindern, reicht es, dem Spinat etwas Sahne hinzuzufügen. Oder aber, wie oben beschrieben, den Spinat kurz zu blanchieren. Wer rohen Spinat verzehrt, sollte also diesen immer in Maßen verzehren.

Spinat: die besten Rezepte

Spinat ist ein köstlicher Frühlingsbote und in der Küche vielseitig verwendbar: Roh schmeckt er zum Beispiel im Salat, im Smoothie oder als Pesto. Auch für warme Gerichte, wie Suppe oder Ofengerichte wie Lasagne eignet sich Spinat wunderbar. Spinat ist ebenfalls ein klassischer Begleiter zu Fisch, wie beispielsweise Lachs. Eine beliebte Kombination ist auch die mit Ei und Kartoffeln.

Weitere Rezepte mit Spinat

Klassiker: Spinat und Lachs

Als absolutes Traumpaar gelten Lachs und Spinat. Zu Recht, denn sie ergänzen sich geschmacklich wie optisch einfach blendend. Pastagerichte mit Bandnudeln bekommen durch diese beiden Zutaten den letzten Feinschliff, auch Lasagne schmeckt mit Lachs und Spinat schön würzig. Anna Walz und Fabio Haebel zeigen in der Kochschule die Zubereitung von diesen Speisen Schritt für Schritt.

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