Superfood: Infos und Rezepte


Als "Superfoods" werden Nahrungsmittel bezeichnet, die einen besonders hohen Anteil an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien aufweisen sollen. Lesen Sie mehr über Löwenzahn, Açai Beeren, Granatapfel, Chia-Samen und Co.

Inhaltsverzeichnis

Was ist Superfood?

Wenn von Superfoods gesprochen wird, sind in der Regel Nahrungsmittel gemeint, die von mehreren bestimmten Nährstoffen eine sehr große Menge liefern. Sie sind außergewöhnlich nahrhaft, wie zum Beispiel Chia-Samen: Sie enthalten mit einem Anteil von 20 Prozent doppelt so viel Eiweiß wie andere Getreidesorten. Ebenfalls sind Superfoods reich an Vitaminen, Mineralien, Proteinen und Fettsäuren. Sie weisen einen hohen Gehalt an Antioxidantien auf, die den Körper sowie das Immunsystem unterstützen können. Ein Superfood ist vollwertig, möglichst naturbelassen und wurde bestenfalls biologisch angebaut.

Entscheident dafür, dass ein Superfood eines ist, ist der ORAC-Wert. Dieser Wert sagt aus, wie gut der Stoff in der Lage ist, freie Radikale abzuwehren. Je höher der Wert, desto besser die Fähigkeit.

Am besten wirken Superfoods roh - das bedeutet, dass sie nicht über 42 Grad erhitzt werden. Denn so bleiben wichtige Enzyme erhalten, und ihre einzelnen Bestandteile können im Zusammenspiel effektiver wirken als nach der Einwirkung von Hitze.

Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass solche Lebensmittel nicht in mitteleuropäischen Zonen vorkommen und nur aus weit entfernten Regionen stammen. Aber wir haben wertvolle Superfoods auch direkt vor unserer Haustür: zum Beispiel in Form von Petersilie, Brennnessel, Oregano oder Löwenzahn. Superfoods existieren also in allen Klimazonen!

Superfood-Liste

In dieser Tabelle sehen Sie Beispiele für Superfoods:

Superfood

Beispiele

Grünes

Kräuter, z.B. Löwenzahn, Algen, z.B. Spirulina und Chlorella, Gräser, z.B. Gerstengras, Moringa, Spinat, Salat, Matcha, Sprossen

Kohl

Weiß-, Rot, und Grünkohl, Blumenkohl, Broccoli, Rosenkohl, Maca

Obst, insbesondere Beeren

Goji, Heidelbeeren, Açaí, Acerola, Maulbeeren, Datteln, Granatapfel, Papaya, Aronia

Nüsse und Samen

Mandeln, Walnüsse, Lein- und Chiasamen, Hanfsamen

Wurzeln

Ingwer, Kurkuma

Sonstiges

Kakao, Baobab, Carob

Goji-Beeren, Matcha, Chia-Samen oder Kürbiskerne gehören zum sogenannten "Superfood"
Goji-Beeren, Matcha, Chia-Samen oder Kürbiskerne gehören zum sogenannten "Superfood"
© baibaz

Generell gilt: Lebensmittel wie Goji-Beeren, Acerola und andere Superfoods ersetzen keineswegs eine vollwertige Mahlzeit. Es empfiehlt sich vielmehr, sie in die tägliche Ernährung zu integrieren. So kann unser Körper jeden Tag die besonderen, gesundheitsfördenen Eigenschaften für sich nutzen. Superfoods sind ein wichtiger Baustein einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Jedoch sind weitere Faktoren, wie ausreichend Obst- und Gemüseverzehr und Bewegung ebenfalls zu berücksichtigen.

Wo kann man Superfoods kaufen?

Das hängt von den jeweiligen Superfoods ab. Viele sind im Supermarkt oder auf dem Markt erhältlich. Andere, wie Aroniabeeren oder Baobab, sind im Bioladen oder Reformhaus erhältlich.

Green Food: Kräuter, Blattgemüse und mehr

Wildpflanzen, grünes Kulturgemüse, Gartenkräuter, Gräser aber auch Matcha-Tee, Moringa und Algen gehören zum sogenannten Green Food. Die grünen Lebensmittel sind wertvoller Bestandteil einer täglichen gesunden Ernährung. Das Beste ist, dass sie direkt in unseren Gärten oder Wäldern wachsen. Bärlauch, Löwenzahn und Spinat stecken voller wertvoller Vitamine, die unserem Körper in jeder Hinsicht Gutes tun. Sie liefern eine Menge an Calcium, Eisen, Folsäure oder Magnesium sowie Vitamin C und Vitamin K.

Der in den Pflanzen vorkommende Farbstoff Chlorophyll ist verantwortlich für die grüne Farbe der Lebensmittel. Aber das ist nicht alles: Chlorophyll kann unterstützend beim Aufbau neuer Blutzellen wirken und ist bekannt für krankheitsvorbeugende Eigenschaften.

Genießen Sie die grünen Superfoods also als Topping, im Salat oder im Dip: Sie schmecken herrlich frisch und aromatisch.

Kreuzblütler: Gesundes Kohlgemüse

Zu den Kreuzblütengewächsen zählen wichtige vom Menschen entwickelte Kulturformen wie Kohlrabi, Weißkohl, Rotkohl, Broccoli, Rosenkohl und Blumenkohl. Die Kohlgemüse beeindrucken besonders durch einen hohen Gehalt an Ballaststoffen, die für langanhaltende Sättigung sorgen, die Verdauung fördern und zugleich Darmkrankheiten vorbeugen können. Vitamine, Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium und Spurenelemente wie Phosphor oder Eisen sind ebenfalls reichlich in Kreuzblütlern enthalten.

Senföle, die nach Spaltung der Senfölglykoside entstehen, sind für den kohlartigen Geruch und teilweise scharfen Geschmack verantwortlich. Senfölen werden viele gesundheitliche Aspekte nachgesagt und als natürliches Antibiotikum bezeichnet: Sie wirken antibaktieriell sowie pilzhemmend, unterstützen den Körper bei der Entgiftung und aktivieren Abwehrkräfte. Außerdem sollen sie einen positiven Einfluss auf die Atemwege haben.

Grün, grün und nochmals grün: Kohlsorten auf einen Blick
Grün, grün und nochmals grün: Kohlsorten auf einen Blick
© Shulevskyy Volodymyr

Früchte: Avocados, Açai, Granatapfel, Heidelbeeren und mehr

Früchte sind wahre Vitaminbomben! Die exotisch anmutenden Sorten wie Açai, Acerola, Aronia, Camu-Camu, Goji, Noni oder Schisandra stecken voller Vitamine. Im Vergleich zu anderem Obst weisen sie außerdem einen hohen Gehalt an Antioxidantien auf. Goji-Beeren, wegen ihrer stimmungshebenden Wirkung auch Glücksbeeren genannt, können Kraft und Ausdauer verleihen. Die Powerfrucht Açai enthält, wie Avocados, wertvolle Omega-3-Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen können. Doch auch heimische Beeren, wie Heidel- und Aroniabeeren haben es in sich. Aroniabeeren sollen wirksam bei Erkältungen, Nachtblindheit und Blasenentzündungen helfen. Aber auch Papaya, Datteln und Granatäpfel haben einiges zu bieten und können zu den Superfrüchten gezählt werden.

Nüsse und Samen

Samen, wie Lein-, Chia- und Hanfsamen gehören ebenfalls zu den Superfoods. Denen aus Mittelamerika stammenden Chia-Samen werden besonders gute Eigenschaften zugeschrieben, da sie durch ihren hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen für einen langanhaltenden Sättigungseffekt sorgen.

Leinsamen werden ebenfalls gerne wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung verwendet. Wie bei Chia-Samen können die vorhandenen Schleimstoffe die Verdauung im Darm anregen. Wichtig ist, dass ausreichend Flüssigkeit beim Verzehr von Leinsamen aufgenommen wird, da die Samen stark quellen.

Hanfsamen enthalten wertvollen Inhaltsstoffe , wie Vitamine, Mineralstoffe, Omega-3- und 6-Fettsäuren sowie hochwertige Eiweiße. Die berauschende Wirkung wurde bei den Pflanzen, die für den Verzehr freigeben sind, herausgezüchtet.

Wurzeln

Wunderbare Wurzel: Die würzig scharfe Ingwerwurzel wird nicht nur als Küchengewürz verwertet. Immer mehr Menschen schwören auch auf die Wirkung von Ingwer bei aufkommenden Erkältungen und zur Vorbeugung. Darüber hinaus wirkt Ingwer gegen Übelkeit und regt die Verdauung an. Zudem soll Ingwer schmerzlindernd wirken.

Weitere Superfoods

Auch Kakao zählt zu den Superfoods. Hier ist nicht die beliebte Trinkschokolade gemeint, sondern Rohkakao. Er enthält wertvolle Nährstoffe, wie Calcium, Magnesium, Eisen, ungesättigte Fettsäuren und Antioxidantien. Zudem soll der Verzehr für Glücksgefühle sorgen und als natürliches Antidepressivum wirken.

Die interessant klingenden Baobab und Carob zählen ebenfalls zu den Superfoods. Baobab wird vom afrikanischen Affenbrotbaum geerntet und soll bei allerlei Erkrankungen, wie beispielsweise Infektionskrankheiten, Asthma und Arthrose helfen.

Carob sind die Schoten des Johannisbrotbaumes. Es wird als Binde-, Verdickungs- und Backtriebmittel verwendet. Zudem kann Carob aufgrund des karamellartigen Geschmacks ähnlich wie Kakao verwendet werden.

Rezepte mit Superfoods

Zum Weiterstöbern