Teesorten auf einen Blick

Schwarztee, Grüntee, Rooibos oder ganz traditionell Kamillentee – die Auswahl ist groß, doch wo liegen die Unterschiede?

Eine Pflanze - viele Teesorten

Teepflanze

Tee wird aus den Blättern des Teestrauchs gewonnen. Ob am Ende ein schwarzer, grüner oder Oolong-Tee das Ergebnis ist, hängt von der weiteren Verarbeitung ab.

Schwarztee

Für Schwarztee werden die Blätter nach dem Pflücken gerollt. Dadurch werden die Zellwände zerstört, so dass sich anschließend mit Hilfe von Sauerstoff die Blätter rotbraun bis schwarz verfärben. Dieser Vorgang heißt Fermentation. Anschließend werden die Blätter bei 85 Grad getrocknet. Bekannte Schwarzteesorten sind Darjeeling, Assam oder Ceylon. Im Handel oft zu finden sind auch Schwarzteemischungen wie die aus Assam-, Java- und Sumatratees bestehende Ostfriesenmischung oder die englische Mischung aus Darjeeling-, Ceylon- und Assamtees.

Grüntee

Grüntee

Grüntee wird nicht fermentiert. Bei der Herstellung werden die Blätter nur kurz über kochendem Wasser geröstet, so dass die grüne Farbe erhalten bleibt. Die Trocknung erfolgt bei 70 Grad. Beliebte Sorten sind die japanischen Sorten Sencha oder Matcha.

Oolong-Tee

Der chinesische Oolong liegt geschmacklich zwischen Schwarz- und Grüntee. Er wird halbfermentiert, d.h. die Fermentation tritt auf natürlichem Weg ein: Die Teeblätter werden nach dem Pflücken in Körben geschüttelt und der austretende Saft oxidiert.

Aromatisierter Tee

Ob fruchtig oder weihnachtlich – Grün- und Schwarztee werden auch aromatisiert angeboten. Klassiker sind Apfeltee oder aber auch der Earl Grey mit Bergamottöl. Für den richtigen Geschmack werden dem Tee ätherische Pflanzenöle, naturidentische Aromen und getrocknete Blüten-, Schalen- oder Fruchtstücke zugesetzt.

Rooibostee

Rooibostee

Der Rooibos kommt aus Afrika und ist eigentlich kein Tee, denn er wird nicht aus dem Teestrauch, sondern aus den Zweigen des Rotbuschstrauchs gewonnen. Auch Rooibos wird während der Herstellung fermentiert und gelangt so zu seiner schönen roten Farbe. Er enthält im Gegensatz zu Schwarz- und Grüntee kein Koffein und auch keine Gerbstoffe, dafür aber einige Mineralstoffe und Vitamine.

Früchtetee

Früchtees sind ebenfalls kein echten Tees, denn die Mischungen werden aus getrockneten Teilen von Früchten zusammengestellt. Der bekannteste Früchtetee dürfte der Hagebuttentee sein. Zusammen mit Malventee bildet er die Grundlage für viele Früchtetees, die durch Zusatz des entsprechenden Aromas entstehen. Früchtetees enthalten kein Koffein. Ausnahme: Zitronentee. Er wird für gewöhnlich aus Schwarztee hergestellt.

Kräutertee

frische Minze

Kamillen- oder Pfefferminztee sind die bekanntesten Kräutertees. Auch hier ist die Bezeichnung Tee irreführend, denn verwendet werden Kräuter und verschiedene Pflanzenteile. Viele Kräutertees haben gesundheitlichen Nutzen. So helfen Pfefferminz-, Fenchel- und Kamillentee bei Magen-Darmbeschwerden oder Brennnesseltee bei einer Blasenentzündung.

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