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Trauben: Infos und Tipps


Wir Deutschen lieben Trauben und verzehren sie als so genannte Tafeltrauben in erster Linie frisch. Die süßen Früchte haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und sind auch aus heimischem Anbau erhältlich.

Inhaltsverzeichnis

Trauben-Sorten

Das Aroma der ursprünglich vom kaspischen Meer stammenden Beerenfrucht ist umso voller, je langsamer sie heranreift. Gemäßigte Temperaturen sind für den Geschmack daher meist besser als sehr hohe, auch wenn die Früchte insgesamt viel Sonne benötigen. Der Begriff Weintrauben umfasst Kelter- & Tafeltrauben. Grundsätzlich werden blaue und helle Sorten unterschieden, die klein- oder großfruchtig, mit und ohne Kerne auf den Markt kommen. Die blauen Sorten unterscheiden sich von den hellen dadurch, dass ihnen der rote Farbstoff in der Schale fehlt.

So schmecken Trauben

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Trauben werden in erster Linie frisch verzehrt, sie sind aber auch in Form von Saft oder als Kuchenbelag sehr beliebt. Neben Obstsalat und anderen Süßspeisen kommen sie darüber hinaus immer häufiger als Zutat in pikanten Hauptgerichten vor. Die Kerne werden zu wertvollem Speiseöl, dem Traubenkernöl gepresst, welches durch seinen Gehalt an qualitativ hochwertigen Fettsäuren schnell ranzig wird.

Traubensaison

Trauben werden nahezu ganzjährig aus verschiedenen Herkunftsländern angeboten. Trauben aus einheimischem Anbau sind bei uns in den Monaten September und Oktober erhältlich. Zwischen August und Dezember stammt die Hauptmenge der angebotenen Früchte aus südeuropäischen Ländern, insbesondere aus Italien und Spanien. Bekannte Sorten sind die länglich-ovale Datteltraube „Regina“ oder die großbeerigen, etwas weicheren Muskattrauben.

Einkaufs- & Küchentipps

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Trauben einen weißen Überzug, den so genannten Duftfilm oder Nebeltau aufweisen. Er entsteht bei der Verdunstung von Luftfeuchtigkeit und ist ein Zeichen für Qualität. Grüne Stängel und pralle Beeren deuten ebenfalls auf Frische hin.

Der Kauf heimischer Trauben hat viele Vorteile: Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist hier reduziert, die Transportwege kürzer und die Lagerzeiten geringer. Bei importierter Ware die einzelnen Beeren immer sehr gründlich abwaschen, da sich Schadstoffe (z. B. Pestizide) auch in die schützende Wachsschicht eingelagert haben können. Bewahren Sie Trauben so kurz wie möglich, und immer ungewaschen und gekühlt auf. Gewaschene Beeren faulen bereits nach einem Tag.

Das steckt in der Beerenfrucht

Frisch und knackig: Trauben schmecken toll als Snack zwischen durch, z.B. in einem Kürbissaft mit Ingwer
Frisch und knackig: Trauben schmecken toll als Snack zwischen durch, z.B. in einem Kürbissaft mit Ingwer
© Christian Lohfink

Trauben sind süße Früchtchen: Sie enthalten viel mehr Trauben- und Fruchtzucker als anderes Obst. Die vielen Ballaststoffe in der Schale beugen Darmträgheit und Verstopfung vor und senken den Cholesterinspiegel. Durch ihren entwässernden und entgiftenden Effekt werden Trauben gerne bei Herbstkuren, den so genannten Traubenkuren eingesetzt. Trauben enthalten viel Folsäure und größere Mengen an Vitamin C. Während Folsäure von großer Bedeutung für Wachstum und Zellteilung ist, dient Vitamin C als Zellschutzmittel und stimuliert die Abwehrkräfte des Körpers. Das außerdem in den Früchten enthaltene Kalium reguliert den Wasserhaushalt des Körpers und wird bei der Nerven- und Muskelarbeit benötigt. Die insbesondere in der Schale blauer Trauben enthaltenen sekundären Pflanzeninhaltsstoffe schützen Herz und Kreislauf.

Wussten Sie schon...

Bis vor wenigen Jahren durften ausschließlich Winzer Trauben anbauen & verkaufen, sodass keine deutschen Tafeltrauben auf dem Markt erhältlich waren. Seit einer Änderung der EU-Weinmarktordnung im Jahr 2000 zählt die Tafeltraube auch in Deutschland offiziell zum Obst, darf also auch auf anderen landwirtschaftlichen Flächen angebaut werden. Nach wie vor gilt: Sind die Trauben zur Weingewinnung klassifiziert, dürfen sie nicht als Tafeltrauben genutzt werden.