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Überraschung für Ihre Gäste: ein Whisky-Tasting


Ein Whisky-Tasting eignet sich hervorragend für einen Abend mit Gästen. Für alle, die die weihnachtliche Runde damit überraschen möchten, haben wir Tipps zur Auswahl passender Whiskys und zur Durchführung des Tastings.

Inhaltsverzeichnis

Die Auswahl der Whiskys

Je nach Kenntnisstand der Teilnehmer gibt es verschiedene Muster, nach denen die Whiskys für das Tasting ausgewählt werden können. Für Einsteiger bietet sich sogar an, die verschiedenen Klassen von Whisky zu probieren und grundlegend zu vergleichen, zum Beispiel Scotch und Irish Whisky gegen Bourbon und Rye Whiskey. Auch verschiedene Regionen lassen sich in Form von Whiskys mit Regionalcharakter vergleichen, wie etwa die schottischen Whiskygebiete Speyside, Highlands und Islands. Noch tiefer geht eine Betrachtung von Destillerien aus einer einzelnen Region oder eine sogenannte Vertikalverkostung von verschieden alten Whiskys aus einer einzelnen Destillerie. Fünf bis sechs Whiskys sind für Anfänger wie Profis ausreichend. Gerade für Einsteiger ist es hilfreich, Zettel und Stift für Notizen bereit zu halten - auf diese Weise fällt es leichter, Sinneseindrücke festzuhalten und miteinander zu vergleichen.

Ein Whisky-Tasting sorgt für Geschmackserlebnisse und Diskussionsstoff
Ein Whisky-Tasting sorgt für Geschmackserlebnisse und Diskussionsstoff
© Peter Doomen

Das richtige Glas zum Whisky-Tasting

Die Auswahl des richtigen Glases muss nicht zur Wissenschaft gemacht werden, das Befolgen einiger Grundregeln hilft jedoch beim Erriechen und Erschmecken von feinen Unterschieden. In erster Linie sollte das Glas leicht gewölbt sein und sich nach oben hin verjüngen. Auf diese Weise können sich die Aromen im Glasraum sammeln und konzentriert aufgenommen werden. Dünne Wände sorgen dafür, dass der Whisky die Handwärme aufnehmen und sich dadurch besser entfalten kann. Eine kleine Ausstülpung nach außen sorgt am Glasrand dafür, dass der Whisky breit auf die Zunge aufkommt und sich gut im Mund verteilen kann. Bei hochwertigem Kristallglas lässt sich das Ablaufen des Whiskys am Glasrand besonders gut betrachten, wodurch Schlüsse auf die "Zähigkeit" und das Mundgefühl gezogen werden können.

Für die Nase: Das richtige Tastingglas hilft feine Nuancen des Whiskys wahrzunehmen
Für die Nase: Das richtige Tastingglas hilft feine Nuancen des Whiskys wahrzunehmen
© Akirbs

Die Sinneseindrücke beim Whisky-Tasting

Eine der wichtigsten Regeln: Verkosten Sie Whisky nie mit Eis. Durch die Kälte kommen viele ätherische Öle nicht zur Entfaltung, der Whisky wirkt "verschlossen". 1 bis 2 Tropfen (!) Wasser auf der Oberfläche des Whiskys können jedoch helfen, seine Schärfe zu mildern und ihn zugänglicher zu machen. Und so verkosten Sie den Whisky: Schwenken Sie ihn zunächst im Glas. Läuft er langsam und ölig an der Glaswand ab, hat er einen reichen Körper. Beachten sie auch die Farbreflexe zwischen strohgelb und dunkler Bronze.

Halten Sie Ihre Nase so nahe ans oder ins Glas wie möglich und ziehen Sie erst langsam, dann kräftiger Luft ein. Versuchen Sie, den Duft zu beschreiben und assoziieren Sie ganz frei dabei. Lassen Sie dann einen Schluck langsam in den Mund laufen und verteilen Sie den Whisky gut im Mund, sodass die komplette Zunge und der Gaumen benetzt sind. Welches Mundgefühl löst der Whisky aus? Ist er besonders körperreich, rau, ölig oder sanft? Wie ist die Balance zwischen süß, sauer, bitter und salzig? Auch der Abgang des Whiskys ist wichtig für die Beschreibung: Wie lange bleibt der Geschmack im Mund und wie entwickelt er sich? Zwischen zwei Whiskys neutralisieren Sie den Gaumen am besten mit einem Schluck Wasser oder einem Bissen Weißbrot.

Lockere Atmosphäre beim Whiskytasting: Konzentration ist ein Muss, aber der Spaß steht im Vordergrund
Lockere Atmosphäre beim Whiskytasting: Konzentration ist ein Muss, aber der Spaß steht im Vordergrund
© Marian Weyo Vejcik

Die Stimmung beim Whisky-Tasting

Nichts ist beim Whisky-Tasting wichtiger, als eine entspannte Atmosphäre. Sorgen Sie mit Snacks und genügend Wasser dafür, dass niemand hungrig oder durstig ins Tasting geht. Beim Verkosten gilt: Es gibt kaum "richtig" und "falsch". Die Grundgeschmacksarten können objektiv wahrgenommen werden, doch mit der Nase wahrgenommene Aromen lösen bei jedem Verkoster andere Assoziationen aus. Wichtig ist, gemeinsam über die verschiedenen Eindrücke zu reden. Einsteiger profitieren von der Diskussion, denn unbekannte oder schwer benennbare Sinneseindrücke lassen sich mithilfe erfahrener Verkoster leichter einordnen. Und zu guter Letzt: Bleiben Sie mit Humor bei der Sache. Wenn der Whisky eine "Farbe wie die Perücke der Großmutter" hat und riecht "wie ein ungereinigter Holzkohlegrill im Frühling", sorgt das nicht nur für Heiterkeit – es kann auch die treffendste Beschreibung sein.