Wein: gute Tropfen für den Vorrat

Einen Vorrat an guten Weinen im Haus zu haben ist nicht verkehrt. Doch welche Weine eignen sich für die Lagerung zu Hause? Und wann genießt man welchen Wein am besten? Hier finden Sie Tipps zur Lagerung von Wein.

Weine sind Individualisten

Wein genießen

Einen guten Wein zu Hause zuverkosten macht Spaß.

Die Lebenserwartung von Weinen ist ganz unterschiedlich. Dies sollte in die Überlegung, welche Weine man in seinen Weinvorrat aufnehmen möchte, unbedingt einfließen. Säure, Gerbsäure und Tannine sind bei Weinen ein gutes Konservierungsmittel, Zucker hält Weine ebenfalls jung. Grundsätzlich gilt: Je höher die Qualität, desto besser sind die Voraussetzungen für eine längere Lagerung. Landweine zum Beispiel sollte man zeitig getrunken haben, spätestens wenn der neue Jahrgang auf den Markt kommt. Qualitätsweine schmecken jung getrunken ebenfalls frischer. Kabinettweine und Spätlesen kann man schon länger lagern. Auslesen und Eisweine vertragen eine lange Lagerzeit, sie entwickeln ihren vollen Geschmack häufig erst nach Jahren. Ebenso eignen sich für eine lange Zeit im Weinkeller ausgewählte Weine guter Jahrgänge, wie zum Beispiel erstklassiger Bordeaux und Burgunder, Vintage Port, Weine von der Côte du Rhone, guter Riesling, Barolo oder Barbaresco.

Weine für den Vorrat

Weinauswahl

Für die individuelle Weinauswahl gilt grundsätzlich: Man sollte seinem persönlichen Weingeschmack nachgehen. Hilfreich ist auch die Frage, zu welchen Gelegenheiten und mit wem man den Wein genießen möchte.

Trinkt man mehrmals in der Woche Wein, mit Freunden oder einfach zum Abendbrot, eignen sich leichte Kabinettweine und Qualitätsweine, Landweine, eine kleine Auswahl von weißen und roten Weinen, vielleicht auch die eine oder andere interessante Rebsorte wie zum Beispiel ein Dornfelder.

Möchte man sich eher einen Weinvorrat für besondere Anlässe zulegen, kommen auch Spitzenweine in Betracht. Beispielhaft seien große Spätlesen, Auslesen, Bordeaux und Eisweine genannt.

Genießen Sie Weine vorwiegend als Begleiter zum Essen, sind Weine mit wenig Restsüße zu empfehlen, also leichte bis gehaltvolle trockene Weiß- oder Rotweine. Als Grundüberlegung beim Kauf jedes lagerungsfähigen Weines gilt: Man muss den Wein, während er reift, immer wieder probieren, um die Entwicklung zu verfolgen. Daher ist es besser, je 12 Flachen eines Weines einzulagern, als eine Flasche von verschiedenen Weinen.

Weinglas Gelber Muskateller, Wein

Auch Weißweine eignen sich zur Lagerung, wie z.B. Riesling.

Für den Wein-Einsteiger ist es nicht einfach, die Fülle an Angeboten zu durchschauen und eine Auswahl zu treffen. Ein eigener Weinvorrat könnte zum Beispiel aus folgenden Weinen bestehen:

Weißwein: ein Alltagswein wie ein deutscher Riesling trocken oder ein französischer Chardonnay. Deutsche Qualitätsweine verschiedener Anbaugebiete. Edle Grau- und Weißburgunder, einige Jahrgangschampagner, einige Flaschen edelsüßer Weine (zum Beispiel Eisweine).

Rotwein: ein Alltagswein wie ein einfacher Spätburgunder, Trollinger oder italienischer Chianti, deutsche Qualitätsweine, hochklassige Spät- und Auslesen. Große "Italiener" wie ein Barolo oder Barbaresco, einige Flaschen großer Burgunder, einige Exemplare französischer Bordeaux.

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