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Lebensfreude pur: das Weinland Italien


Was wären Spaghetti Bolognese, Lasagne oder Pizza ohne ein Glas Chianti, Barolo oder Bardolino? Kaum vorstellbar. Italienischen Wein kennen wir vom Besuch des italienischen Restaurants in der Nachbarschaft, aus dem Urlaub in der Toskana oder den Ferien an der italienischen Riviera. Mit ihm verbinden wir „la dolce vita“, das süße und unbeschwerte Leben im Urlaub, Romantik und Lebensfreude.
Weingut in Italien in der Nähe von Neapel
Weingut in Italien in der Nähe von Neapel
© Pieter Biesemans/ Unsplash

Doch was die Wenigsten wissen: Mehr als in vielen anderen Ländern werden in Italien noch viele einheimische, sogenannte autochtone Rebsorten, angebaut. Die bekanntesten sind die Sangiovese- und die Nebbiolo-Traube, aus denen die berühmten Weine Chianti Classico, Brunello di Montalcino oder der Vino Nobile di Montepulciano gewonnen werden. Der Reichtum an einheimischen Rebsorten macht das Weinland Italien für Genießer besonders interessant, denn durch sie schmecken italienische Weine einzigartig und bekommen ihren typischen Charakter.

Die italienische Kultur ist eng mit dem Weinbau verknüpft: Schon seit der Antike wird in Italien Wein angebaut. Heute kommt rund 20% des weltweit erzeugten Weins aus Italien. Davon fällt der größte Teil auf einfache Tafelweine. Einen vergleichsweise geringeren Anteil haben die Qualitätsweine. Regionale Landweine mit bestimmten Rebsorten und Jahrgangsangaben erhalten die Bezeichnung IGT (Indicazione Geografica Tipica). Qualitätsweine mit bestimmtem Stil und strengen Vorschriften über die zugelassenen Rebsorten bekommen das Prädikat D.O.C. (Denominazione di Origine Controllata). Die höchste Qualitätsstufe stellen die Weine mit D.O.C. G. (Denominazione di Origine controllata e Garantita) dar: Für sie gelten die strengsten Produktionsvorschriften, Vorgaben über die erlaubten Rebsorten und Qualitätskriterien Italiens.

Die Toskana: Heimat der großen italienischen Weine

Die sanften Hügel der Toskana mit ihren Olivenbäumen und Weinbergen ist für viele das Sinnbild für Italien schlechthin. In dieser romantischen, wunderschönen Landschaft sind die berühmtesten italienischen Rotweine zu Hause: Chianti Classico, Vino Nobile di Montepulciano und Brunello di Montalcino. Die Hauptrebsorte der Toskana ist die Sangiovese-Traube. Während der Chianti Classico zu mindestens 75% aus dieser Rebsorte besteht, wird Brunello di Montalcino zu 100% aus einer Unterart der Sangiovese-Traube, der Sangiovese Grosso, gekeltert. Auch der „edle Wein“ Vino Nobile di Montepulciano wird zum größten Teil aus der Sangiovese-Traube hergestellt. Darüber hinaus werden die Rebsorten Caniolo, Trebbiano und Malvasia eingesetzt.

Kulinarisches Piemont: weißer Trüffel und edler Rotwein

In der Hügellandschaft des Piemonts gedeihen nicht nur die exquisiten weißen Trüffel, sondern auch die einheimische Rebsorte Nebbiolo, aus der einer der besten Weine Italiens, der Barolo D.O.C.G., hergestellt wird. Auch „der kleine Bruder“ Barbaresco wird zu 100% aus der Nebbiolo-Traube gekeltert. Während der rubinrote Barolo einen sehr vollen, körperreichen Charakter und einen hohen Tannin- und Alkoholgehalt aufweist, ist der Barbaresco etwas samtiger und weicher.

Venetien: Weinbau von den Alpen bis Venedig

Im Nordosten Italiens von den Alpen bis zur Adria liegt das Weinbaugebiet Venetien, in dem die größte Weinmenge Italiens produziert wird. Nur ein Viertel der dort erzeugten Weine tragen das Prädikat D.O.C.. Die bekanntesten Weine aus Venetien sind der weiße Soave und die Rotweine Valpolicella und Bardolino. Der berühmteste Exportschlager Venetiens ist der prickelnde Prosecco aus der Prosecco-Traube. Eine besondere Spezialität des Gebiets ist Amarone, ein schwerer und konzentrierter Rotwein aus getrockneten Trauben der Rebsorten Corvina, Rondinella und Molinara.

Weine aus aller Welt